Fußball 2.Bundesliga
Koblenz-Coach Rapolder weist Schuld von sich

Im Lizenzvergehen des Zweitligisten TuS Koblenz gibt Uwe Rapolder Ex-Geschäftsführer Hermann Gläsner die alleinige Verantwortung. Der Trainer sieht sich nicht als den Schuldigen.

Der Koblenzer Trainer Uwe Rapolder sieht sich nicht als den Schuldigen im massiven Lizenzvergehen des Zweitligisten. Harsche Kritik übt er hingegen an Ex-Geschäftsführer Hermann Gläsner und an der Deutschen Fußball Liga (DFL), die für den Abzug von acht Punkten verantwortlich ist.

Gläsner habe "einfach nur Mist gebaut", und jetzt hänge der ganze Verein am Tropf, sagte Rapolder im Interview mit dem Internetportal Sport1. "Wenn ich involviert gewesen wäre, wäre das alles nicht so gekommen", erklärte Rapolder. Gläsner selbst bestreitet hingegen jegliche Schuld.

Rapolder kritisierte zugleich die Entscheidung der DFL: "Mit diesem Urteil legt uns die DFL Knebel an. Das ist ein Urteil, das uns keine Luft zum Atmen lässt."

Bitter für den Klub: Acht Punkte Abzug und 200 000 Euro Strafe

Koblenz war in der vergangenen Woche acht Punkte in der laufenden Saison abgezogen worden. Zusätzlich muss die TuS, die wegen der Sanktion wieder mitten im Abstiegskampf steckt, eine Vertragsstrafe in Höhe von 200 000 Euro zahlen. Der Klub hat aber Einspruch eingelegt.

Keine Sanktionen muss Rapolder nach seinem Verweis auf die Tribüne beim Auswärtsspiel in Paderborn am vergangenen Freitag befürchten. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) teilte dem Klub mit Zustimmung des DFB-Sportgerichts mit, dass man anlässlich des Sonderberichts von Schiedsrichter Matthias Anklam (Buchholz) von der Einleitung eines Verfahrens gegen Rapolder absehen werde.

© SID

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