Fußball 2.Bundesliga
KSC verschärft Fürths Krise

Am 17. Zweitliga-Spieltag hat sich die Talfahrt von Greuther Fürth nach der 1:4-Niederlage gegen den Karlsruher SC fortgesetzt. Damit sind die Franken seit sechs Partien ohne Sieg.

Die Talfahrt der Spvgg Greuther Fürth in der 2. Bundesliga geht weiter. Das Team des stark in der Kritik stehenden Trainers Benno Möhlmann kassierte beim 1:4 (0:2) gegen den Karlsruher SC bereits die fünfte Heimniederlage in Folge und rutschte damit auf den viertletzten Tabellenplatz ab. Die Franken haben in den letzten sechs Spielen nur einen Punkt geholt und sind meilenweit vom einstigen Saisonziel einstelliger Tabellenplatz entfernt.

Der KSC dagegen verkürzte seinen Rückstand auf den Relegationsplatz vorerst auf sechs Punkte und darf bei einer guten Rückrunde noch auf eine Rückkehr ins Oberhaus hoffen. Diesen Weg geht der Klub allerdings ohne seinen Manager Rolf Dohmen, von dem sich der KSC nach siebeneinhalb Jahren getrennt hat. "Ich habe es auch gerade erst erfahren, aber das war das letzte Spiel von Rolf Dohmen", sagte Trainer Markus Schupp.

Nachfolger soll zum Rückrundenstart gefunden sein

Die Aufgaben von Dohmen sollen vorerst gemeinsam vom Verwaltungsratsmitglied Arnold Trentel und dem früheren KSC-Profi Arno Glesius übernommen werden. Bis zum Rückrundenstart Mitte Januar soll dann ein Nachfolger gefunden werden. Die Trennung von Dohmen erfolgte nach Differenzen mit dem Verwaltungsrat.

Vor 4 650 Zuschauern hatten Lars Stindl (8.) und Alexander Iaschwili (36.) die Gäste in einer schwachen Partie auf schwierig zu bespielendem Untergrund vor der Pause in Führung gebracht. Nachdem KSC-Stürmer Christian Timm in der 61. Minute aus fünf Metern mit einem Schuss an die Unterkante der Latte die Vorentscheidung vergeben hatte, musste die Badener aber noch einmal zittern.

Miller verhindert möglichen Ausgleich

Nicolai Müller (70.) ließ Fürth mit dem 1:2 wieder hoffen, eine Minute später lenkte KSC-Keeper Markus Miller einen Fallrückzieher von Sami Allagui noch mit den Fingerspitzen an die Latte und verhinderte damit den Ausgleich. Danach machten der erst eine Minute zuvor eingewechselte Niklas Tarvajärvi (80.) und der auffälligste Karlsruher Iaschwili mit seinem zweiten Treffer (85.) den zweiten Auswärtssieg in Folge perfekt.

"Das war kein versöhnlicher Abschluss. Wir haben ein Spiel abgeliefert, das zu den letzten Wochen passt", sagte Möhlmann: "Fakt ist, dass wir alle mit der Hinrunde nicht zufrieden sind. Wir haben vieles wieder verloren, was wir eigentlich als erarbeitet gesehen hatten." Zu Spekulationen über seine Zukunft sagte Möhlmann: "Ich schließe nichts aus." Präsident Helmut Hack erklärte lediglich, dass man sich in der Winterpause zusammensetzen wolle.

© SID

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