Fußball 2.Bundesliga
Labbadia folgt in Fürth auf Möhlmann

Bruno Labbadia neuer Trainer beim Zweitligisten Spvgg Greuther Fürth und damit Nachfolger von Benno Möhlmann. Das gaben die Franken auf einer Pressekonferenz bekannt.

Vor sieben Jahren in Bielefeld spielte er noch unter Benno Möhlmann, nun beerbt Bruno Labbadia seinen ehemaligen Coach bei Zweitligist Spvgg Greuther Fürth am Saisonende. Am Montag präsentierten die Franken den 41-Jährigen als Nachfolger des zehn Jahre älteren Coaches, der bereits im Winter seinen Abschied zum Saisonende angekündigt hatte und in der kommenden Spielzeit zu seinem Ex-Klub Eintracht Braunschweig zurückkehrt.

"Ich bin sehr glücklich, dass meine Planung aufgegangen und ich bei einem Verein im Sommer anfangen kann", sagte Labbadia bei seiner Vorstellung. Er unterschrieb einen für die Bundesliga und 2. Bundesliga Liga gültigen Zwei-Jahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2009 und wird Erdinc Sözer, derzeit Trainer der U23 bei Darmstadt 98, als Co-Trainer mitbringen.

Labbadia soll "Kleeblättern" Glück bringen

Der 328-malige Bundesliga-Spieler (103 Tore) Labbadia soll den "Kleeblättern" ab Sommer das Glück bringen, das seinem ehemaligen Mentor verwehrt geblieben war. In schöner Regelmäßigkeit war Möhlmann mit Fürth am Aufstieg in die Bundesliga vorbeigeschrammt. Ziele wollte der neue Trainer allerdings nicht ausgeben, zunächst will er einige Wackelkandidaten davon überzeugen, in Fürth zu bleiben. Zudem werde er "ab sofort sehr viel unterwegs sein und Spieler beobachten".

Derzeit belegt der Klub den fünften Tabellenrang, nur einen Punkt hinter einem Aufstiegsplatz. Man darf wieder einmal von der Bundesliga und damit von Derbys mit Rekordmeister Bayern München sowie dem 1. FC Nürnberg träumen. Doch Möhlmann beklagte, dass "das Gesamtpaket des Vereins nicht aufstiegsreif" sei. Präsident Helmut Hack versuchte zwar, den langjährigen Coach, der die Franken im Februar 2004 im Abstiegskampf übernommen und bereits von 1997 bis 2000 betreut hatte, zum Verbleib zu überreden, doch Möhlmann lehnte ab. Beim stark abstiegsgefährdeten Ligakonkurrenten Braunschweig löst er im Sommer Willi Reimann ab, der seinen Abschied angekündigt hat.

Gewohnt, mit geringen Mitteln zu arbeiten

Für Labbadia sind die Arbeitsbedingungen in Fürth jedoch kein Problem. "Ich bin es gewohnt, mit geringen Mitteln zu arbeiten", erklärte der ob seiner früheren Jubelpose "Pistolero" genannte Mittelstürmer zu seiner ersten Profi-Station als Trainer. Weiter sagte er: "Die Entscheidung für Fürth war eine Bauchentscheidung, weil ich hier sehr viele junge, talentierte, hungrige, deutsche Spieler zur Verfügung habe."

Zuvor hatte er von 2003 bis 2006 Darmstadt 98 trainiert und den Klub trotz eines vergleichsweise kleinen Etats von der Oberliga in die Regionalliga geführt, dort allerdings jeweils als Fünfter zweimal den Aufstieg verpasst. Nach dem zweiten gescheiterten Versuch trat Labbadia zurück und erwarb die Fußball-Lehrer-Lizenz.

Labbadia spielte in seiner aktiven Karriere in der Bundesliga für Darmstadt 98, Hamburger SV, 1. FC Kaiserslautern, Bayern München, 1. FC Köln, Werder Bremen, Arminia Bielefeld und den Karlsruher SC. Zweimal lief er zudem für die deutsche Nationalmannschaft auf, wurde mit Kaiserslautern 1991 Meister sowie 1990 DFB-Pokalsieger und gewann mit dem FC Bayern seinen zweiten Meister-Titel. Als bislang einziger Profi schoss Labbadia sowohl in der Bundesliga als auch 2. Bundesliga 100 oder mehr Treffer.

© SID

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