Fußball 2.Bundesliga
"Löwen" und "Geißböcke" trennen sich remis

Das Spitzenspiel der 2. Bundesliga zwischen dem TSV 1 860 München und dem 1. FC Köln hat keinen Sieger gefunden. Beide Teams trennten sich am Freitagabend in der Münchner Allianz Arena 1:1 (0:0).

Tabellenführer 1 860 München hat nach dem furiosen Saisonstart in der 2. Bundesliga mit drei Siegen in Folge den ersten Dämpfer erhalten. Die Mannschaft von Trainer Marco Kurz kam im Topspiel gegen den 1. FC Köln nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus, dürfte aber dank der deutlich besseren Tordifferenz gegenüber den Konkurrenten Alemannia Aachen und Spvgg Greuther Fürth auch nach dem vierten Spieltag die Tabellenspitze verteidigen.

Das Tor für die Gäste, die ohne ihren gesperrten und auf der Tribüne sitzenden Cheftrainer Christoph Daum antreten mussten, erzielte der eingewechselte Milivoje Novakovic in der 67. Minute, als er freistehend vor 1 860-Keeper Philipp Tschauner mit einem Volleydrehschuss traf. Gregg Berhalter erzielte in der 78. Minute per Foulelfmeter den insgesamt glücklichen Ausgleich. Die Entscheidung von Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) nach dem vermeintlichen Foulspiel von Youssef Mohamad an Timo Gebhart war zudem umstritten. Die 50 400 Zuschauern in der Münchner Arena hatten zuvor von Beginn an ein offenes, aber nur selten hochklassiges Spitzenspiel erlebt. Erst in der Schlussphase gewann die Partie an Dynamik.

Die erste Chance hatten die Gastgeber, als der bislang vierfache Saisontorschütze Antonio di Salvo an einer Hereingabe von Sturmpartner Josh Wolff nur knapp vorbeirutschte (8.). Auf der Gegenseite vergab zunächst Ex-Löwe Nemanja Vucicevic, der von den 1 860-Fans während der gesamten Partie ausgepfiffen wurde, mit einem Distanzschuss (16.). Zwei Minuten später verpasste Thomas Broich mit einem Kopfball an die Latte nach Flanke von Matthias Scherz die beste Gelegenheit zur Führung.

Köln mit Feldvorteilen

Im weiteren Spielverlauf übernahmen die Gäste zusehends die Kontrolle und kamen in der 27. Minute zur nächsten Großchance: Scherz blieb allerdings freistehend an 1 860-Keeper Philipp Tschauner hängen, nachdem Nationalspieler Patrick Helmes seinen Sturmpartner bedient hatte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte Trainer Roland Koch, der Daum vertrat, für den glücklosen Scherz in Novakovic einen frischen Stürmer. Die Kölner blieben auch im zweiten Durchgang das aktivere Team, ließen in der Offensive allerdings die nötige Durchschlagskraft vermissen.

© SID

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