Fußball 2.Bundesliga
Mainz reist zum "Aufstiegs-Halbfinale" nach Köln

Am 33. Spieltag der 2. Bundesliga kommt es zum Aufstiegsduell zwischen dem 1. FC Köln und dem FSV Mainz 05. Für Mainz ist ein Sieg Pflicht, um die Aufstiegschancen zu wahren.

Am 33. Spieltag in der 2. Bundesliga kann heute die Entscheidung darüber fallen, welche Mannschaften Borussia Mönchengladbach in die Bundesliga folgen. Der Tabellenzweite 1. FC Köln benötigt einen Sieg vor heimischem Publikum gegen den Tabellenvierten FSV Mainz 05, um definitiv für das Oberhaus planen zu können. Die Rheinhessen können ihrerseits durch einen Sieg im Rheinenergiestadion an den Kölnern vorbeiziehen und den direkten Wiederaufstieg im letzten Spiel gegen St. Pauli perfekt machen.

"Das Spiel ist ein klassisches Halbfinale. Wenn wir das gewinnen, stehen wir im Finale", sagte FSV-Trainer Jürgen Klopp. "Kloppos" Zukunft in Mainz ist bekanntlich vom Erfolg des Teams abhängig. Sollte der Aufstieg nicht geschafft werden, wird er wohl nach 18 Jahren als Trainer und Spieler in Mainz aufhören. Entsprechend trommelte Präsident Harald Strutz vor dem Hit: "Die Mannschaft muss jetzt zweimal das Spiel ihres Lebens machen."

Köln kann Schützenhilfe für Hoffenheim leisten

Köln (57 Punkte) kann mit einem Sieg gegen Mainz (55) die vierte Rückkehr der Klubgeschichte in die Eliteliga perfekt machen und zugleich die Steilvorlage für 1 899 Hoffenheim (56) liefern, das im Falle eines eigenen Sieges bei Kickers Offenbach den Durchmarsch von der Regional- in die Bundesliga geschafft hätte.

Vergleichsweise entspannt zeigte sich Hoffenheims Coach Ralf Rangnick, der 1999 bereits mit SSV Ulm den Durchmarsch geschafft hatte. "An unserer Situation hat sich nichts geändert. Wir müssen so oder so unsere beiden Spiele gewinnen", sagte der Fußball-Lehrer zu den Aufgaben in Offenbach und am letzten Spieltag gegen die Spvgg Greuther Fürth.

Tristesse herrscht hingegen beim SC Freiburg, der nach der Heimpleite gegen Offenbach mit 52 Punkten wohl lediglich noch theoretische Aufstiegshoffnungen hegen darf. Bei Borussia Mönchengladbach (63 Punkte), das seit Mittwoch durch ein 3:0 gegen Wehen endgültig als Aufsteiger feststeht, soll aber dennoch mit einem Sieg zumindest das letzte Fünkchen Hoffnung erhalten bleiben.

Auch im Abstiegskampf geht es hoch her

Ähnlich spannend wie das Rennen um den Aufstieg ist auch der Kampf um den Klassenverbleib. Während Carl Zeiss Jena (27) bereits als Absteiger in die neue 3. Liga feststeht, kämpfen Paderborn und Aue (je 30) am vorletzten Spieltag um ihre letzte Chance. Die Paderborner geben ihre Visitenkarte beim so gut wie geretteten Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden (40) ab. Wehen konnte nur das letzte (2:1 gegen Offenbach) seiner vergangenen vier Heimspiele gewinnen. Paderborn holte aus den vergangenen drei Auftritten sieben Zähler.

Aue bekommt es auswärts mit der TuS Koblenz zu tun, die sich nach dem Abzug von sechs Punkten durch die DFL mit derzeit 37 Zählern um den Verbleib in der Liga sorgen muss. Kaiserslautern, als 15. derzeit auf dem letzten Abstiegsplatz, muss beim Absteiger Carl Zeiss Jena antreten. Nach zuletzt drei "Dreiern" aus den letzten vier Spielen schöpft man in der Pfalz neue Hoffnung auf den Klassenverbleib.

Noch nicht auf der sicheren Seite ist auch Aufsteiger VfL Osnabrück. Mit 36 Zählern belegt die Mannschaft von Trainer Klaus-Dieter Wollitz derzeit den 14. Rang, hat aber nur zwei "Pünktchen" Vorsprung vor den Abstiegsplätzen. Am vorletzten Spieltag sind die "Lila-Weißen" zu Gast beim TSV 1 860 München, der den Klassenverbleib als Zehnter mit 39 Punkten auch noch nicht sicher unter Dach und Fach hat.

Gleiches gilt für den FC Augsburg, der nach dem 1:3 gegen den 1. FC Köln als Elfter mit 37 Punkten ebenfalls noch den ein oder anderen Punkt benötigt. Gelingen soll dies bei der Spvgg Greuther Fürth, die nach dem 0:0 unter der Woche als Sechster mit 49 Punkten nun keinerlei Aufstiegsambitionen mehr hegen darf. Nur noch statistischen Wert hat hingegen das Spiel zwischen Aufsteiger FC St. Pauli und Alemannia Aachen. Beide Teams haben den Ligaverbleib längst unter Dach und Fach gebracht.

© SID

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