Fußball 2.Bundesliga
Mehr als die halbe Liga kämpft um den Aufstieg

Die Saison 2009/10 in der 2. Bundesliga verspricht jede Menge Spannung. "Mehr als zehn Mannschaften können um den Aufstieg spielen", glaubt Cottbus-Coach Claus-Dieter Wollitz.

Neue Trainer bei Absteigern, neue Stadien, zahlreiche Favoriten und Aufsteiger mit großer Tradition: Die am Freitagabend (18.00 Uhr/live bei Sky) startende 36. Saison der 2. Fußball-Bundesliga verspricht Spannung pur, das Unterhaus scheint ausgeglichener besetzt als je zuvor. Die 18 Trainer glauben zwar an einen Meisterschafts-Vierkampf zwischen den Absteigern Arminia Bielefeld, Karlsruher SC und Energie Cottbus sowie Geheimtipp FC Augsburg. Doch auch der 1. FC Kaiserslautern, 1 860 München, der MSV Duisburg, Alemannia Aachen und die Spvgg Greuther Fürth wollen oben mitspielen. Da ein alles überragendes Team fehlt, wird die 2. Liga zur Wundertüte.

"In diesem Jahr gibt es extrem viele Mannschaften - ich sage, sogar mehr als zehn können den Aufstieg schaffen. Wir wollen eine sehr gute Rolle spielen", sagt der neue Cottbuser Trainer Claus-Dieter Wollitz. Der Coach ist neben Arminia-Coach Thomas Gerstner und Kaiserslauterns Marco Kurz einer von drei neuen Trainern in der Liga und soll für neuen Schwung bei Energie sorgen. Klare Aufstiegsambitionen formulieren die Lausitzer allerdings nicht - wie fast alle Klubs, bis auf Bielefeld und München.

Gerstner und Lienen melden Ansprüche an

"Wir wollen Meister werden", sagt Arminia-Trainer Gerstner selbstbewusst. Und Löwen-Coach Ewald Lienen meint: "Dass wir aufsteigen wollen, ist selbstverständlich, aber davon permanent zu reden, ist der falsche Weg. Es geht nur Schritt für Schritt, mit harter Arbeit, aber auch mit Freude."

Damit Lienen die Sechziger im Jahr des 150. Klubgeburtstages zum Aufstieg führt wurden gestandene Profis ablösefrei oder zum Schnäppchenpreis verpflichtet. Damit liegen die Münchner genau im Trend: Die 18 Klubs hielten sich auf dem Transfermarkt merklich zurück und gaben bisher nur rund sieben Mill. Euro für neue Spieler aus.

Sogar nur knapp 250 000 Euro gab der FC Augsburg für elf Neuzugänge, darunter Ex-Bundesliga-Profis wie Simon Jentzsch und Dominik Reinhardt, aus. Daher sehen viele in den Schwaben, die ebenso wie Aachen ein neues Stadion beziehen, einen Geheimfavoriten. "Für mich die klare Nummer eins im Aufstiegsrennen ist der FC Augsburg", meint Trainer Andreas Zachhuber von Hansa Rostock.

Für den Hansa-Coach selbst geht es in der neuen Saison auch um die inoffizielle Ost-Meisterschaft: In Rostock, Cottbus und Aufsteiger Union Berlin spielen drei rivalisierende Klubs aus der ehemaligen DDR in der zweiten Liga. "Wer 13 Jahre in der ersten Liga spielt, ist ganz klar die Nummer eins im Osten", proklamiert Zachhuber bereits die Vorherrschaft in den neuen Bundesländern. Für Energie-Präsident Ulrich Lepsch ist dagegen Cottbus "über Jahre sportlich und auch wirtschaftlich vorne".

Für Union-Boss Dirk Zingler hat es derweil "einen gewissen Reiz zu klären, wer der beste Ostverein ist." Die Köpenicker sind neben Fortuna Düsseldorf einer von zwei traditionsreichen Aufsteigern. Wie verwurzelt der Klub ist, zeigt der Umbau des Kultstadions "Alte Försterei", den die Fans praktisch allein bewerkstelligten.

Düsseldorf feiert ebenfalls sein Zweitliga-Comeback. Nach zehn Jahren Abwesenheit zeigte das Team von Trainer Norbert Meier in der ersten DFB-Pokalrunde bereits, was es kann: Gegen den Bundesligisten Hamburger SV unterlagen die Rheinländer erst nach Elfmeterschießen. "Wir haben uns mit dem Aufstieg bundesweit in den Blickpunkt geschoben und das gegen den HSV fortgesetzt. Mit diesem Engagement braucht sich die Mannschaft vor keinem Gegner zu verstecken", sagte Präsident Peter Frymuth.

Am Samstag startet die Fortuna, die mit der Verpflichtung des russischen Ex-Nationalspielers Dimitrij Bulikin (RSC Anderlecht ausgeliehen) überraschte, gegen den dritten Aufsteiger SC Paderborn in den Alltag.

© SID

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