Fußball 2.Bundesliga
Rapolder soll KSC vor 3. Liga bewahren

Uwe Rapolder ist der neue Trainer des angeschlagenen Zweitligisten Karlsruher SC. Der 52 Jahre alte Routinier soll die Badener vor dem Sturz in die 3. Liga bewahren.

Trainer-Routinier Uwe Rapolder soll Zweitligist Karlsruher SC vor dem Sturz in die Drittklassigkeit bewahren. Die Badener stellten den 52-Jährigen am Montag als neuen Coach und erhofften Retter vor. Rapolder, der am 13. Dezember 2009 bei TuS Koblenz entlassen worden war, erhält beim sportlich und finanziell angeschlagenen KSC zunächst einen Vertrag bis zum Saisonende.

"Wir müssen es jetzt so schnell wie möglich schaffen, auf der Schussfahrt zu wenden", sagte Rapolder bei seiner Vorstellung in Anspielung auf ein Lied von Herbert Grönemeyer: "Es wartet viel Arbeit auf uns. Die Situation ist alles andere als einfach. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass die Mannschaft das Potenzial hat, um da unten rauszukommen."



Wunschkandidat Rapolder

Rapolder war der Wunschkandidat des neuen KSC-Präsidenten Ingo Wellenreuther, der in der vergangenen Woche an die Spitze des Vereins gewählt worden war. "Ich bin froh, dass es mit ihm geklappt hat. Er war mein erster Ansprechpartner", sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete: "Uwe Rapolder kennt die zweite Liga und er ist ein Konzeptionstrainer. Wir hatten zuletzt taktische Defizite. Die wird Uwe Rapolder abstellen."

Der KSC hatte sich Ende Oktober von Trainer Markus Schupp getrennt. Zuletzt war Markus Kauczinski beim ehemaligen Europacup-Teilnehmer und aktuellen Drittletzten der zweiten Liga als Interims-Coach tätig.



Rapolder: "Muss mir erst ein Bild machen"

Die Lage in Karlsruhe ist bedrohlich. Seit neun Spielen warten die Badener auf einen Sieg. Ob Rapolder in der Winterpause auf neue Spieler setzt, ließ er noch offen: "Ich muss mir erst ein Bild machen. Dann werden wir sehen."

Die Verpflichtung von Rapolder soll für den KSC der nächste Schritt in ruhigeres Fahrwasser sein. In der vergangenen Woche war Wellenreuther als neuer Präsident ins Amt gewählt worden. Er hatte nach dem Rücktritt von Paul Metzger zunächst als Notpräsident fungiert. Zudem war Günter Pilarski zum Vize-Präsidenten gewählt worden. Der 72 Jahre alte Unternehmer gilt als Umsatz-Milliardär und hat angekündigt, sich auch finanziell bei den Badenern einzubringen.

© SID

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