Fußball 2.Bundesliga
Rostock-Fans gehen auf Abstand zum Klub

Die Fans von Hansa Rostock haben die Verantwortlichen des Zweitligisten kritisiert. Sie "fühlen sich behandelt wie ein Kunde, der dem Verein Geld in die Kasse spülen soll."

Die Fans von Zweitligist Hansa Rostock gehen auf Distanz zu ihrem Verein. Sie fühlen sich von den Klubverantwortlichen im Stich gelassen. "Jegliche Art von Kritik am Vorgehen von Offiziellen im Verein, auf sportlicher Ebene oder im Umgang mit den Fans wird beliebäugelt und als störend empfunden", heißt es in einer Pressemitteilung, die vom Fanbeirat verfasst worden ist. Diesem gehören Vertreter von sieben Fanklubs an.

"Viele Fans und Mitglieder, die sich an uns gewandt haben, fühlen sich heute nur noch behandelt wie ein Kunde, der dem Verein durch seinen Besuch im Stadion Geld in die Kasse spülen soll." Es sei unakzeptabel, dass die Rostocker Fanszene sogar vom eigenen Klub nach außen stets als besonders gewaltbereit hingestellt werde.

Aktueller Anlass der Kritik sind Vorfälle beim Auswärtsspiel bei Union Berlin, als nach Darstellung der Fans die Polizei eine Sitzblockade mittels Einsatz von Pfefferspray, Schlagstöcken und Wasserwerfern aufzulösen versuchte. Ein Teil der Anhänger sei danach nicht ins Stadion gelassen worden, obwohl sie gültige Eintrittskarten besaßen. Vom Verein habe man in dieser Situation keine Unterstützung erhalten.

Verein "zu einer Zusammenarbeit nicht bereit"

Nun wende man sich an die Öffentlichkeit, um "die katastrophalen Zustände im Umgang mit Fans und Mitgliedern des Vereins deutlich zu machen. Für uns war stets eine Kommunikation mit den Verantwortlichen im Verein wichtig. Leider mussten wir aber vermehrt feststellen, dass man zu einer tatsächlichen Zusammenarbeit nicht bereit ist."

Die Fans fordern die Abberufung von Sicherheitschef Jörg Hübner. Auch die Arbeit von Veranstaltungsleiter Rainer Friedrich müsse überprüft werden. Am Mittwoch soll die Situation auf einer Pressekonferenz beleuchtet werden.

In der Vergangenheit hatten Rostocker Anhänger immer wieder für Ärger gesorgt. Schon mehrfach musste der Klub deshalb Strafen zahlen.

© SID

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