Fußball 2.Bundesliga
Rostock will Stadionnamen vermarkten

Der Verkauf der Namensrechte des Ostseestadions soll Aufsteiger Hansa Rostock zusätzliches Geld in die belastete Kasse spülen. Einnahmeziel ist ein siebenstelliger Betrag innerhalb der nächsten zehn Jahre.

Nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga denken die Verantwortlichen von Hansa Rostock offenbar über die Vermarktung des Stadionnamens nach. Dies wurde dem Sport-Informations-Dienst (sid) aus gut informierten Vereinskreisen mitgeteilt. Mit der Umbenennung des Ostseestadions könnte der Klub in den nächsten zehn Jahren pro Saison einen siebenstelligen Betrag einnehmen. Für die kommende Spielzeit könnte diese Summe in die noch angedachten Verstärkung der Aufstiegsmannschaft investiert werden.

Die Rostocker suchen nach den Abgängen von Torhüter Mathias Schober (Schalke 04) sowie der beiden Abwehrspieler Gledson (VfB Stuttgart) und Kim Madsen (zurück nach Dänemark) gestandene und erfahrene Spieler, die die junge Mannschaft verstärken und gemeinsam mit Kapitän Stefan Beinlich führen können. Als Schober-Nachfolger verpflichtete der Klub am Dienstagnachmittag bereits den ablösefreien Stefan Wächter vom Hamburger SV, der einen Drei-Jahres-Vertrag erhielt.

Finanziell sind aber keine allzu großen Sprünge möglich, da die zweite Saison in der 2. Bundesliga voraussichtlich ein Minus von knapp einer Million Euro eingebracht hat. Der Etat wird moderat von zuletzt 16 auf 25 Mill. Euro erhöht, der Kader allerdings von 26 auf 23 Spieler verkleinert. Zusätzliche Einnahmen aus dem Verkauf der Namensrechte am schmucken Ostseestadion, das 2001 nach dem kompletten Umbau eingeweiht worden war, könnten da eine Hilfe sein. Erste Gespräche mit Interessenten soll es bereits gegeben haben.

Der Gedanke ist nicht neu

Vor einigen Jahren gab es schon einmal Gedanken an eine Umbenennung der 29 000 Zuschauer fassenden Arena. Damals verzichtete der Klub aber auf Drängen vieler Fans auf diesen Schritt. Inzwischen sind jedoch mehr als die Hälfte aller Stadionnamen in der ersten und zweiten Liga an Sponsoren vergeben.

Hansas Aufsichtsrats-Vorsitzender Horst Klinkmann hatte zuletzt in einem Interview mit den Norddeutschen Neuesten Nachrichten bereits einen solchen Schritt nicht ausgeschlossen. "Es geht darum, eine finanzielle Situation zu schaffen, die es dem FC Hansa ermöglicht, sich in der ersten Liga langfristig zu etablieren", sagte Klinkmann. Die Rostocker hatten vor ihrem Abstieg vor zwei Jahren insgesamt zehn Jahre am Stück im Oberhaus gespielt.

© SID

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