Fußball 2.Bundesliga
Saarbrücken trennt sich von Coach Rudi Bommer

Nur einen Tag nach der desolaten Vorstellung im Heimspiel gegen Kickers Offenbach hat sich der stark abstiegsgefährdete Zweitligist 1. FC Saarbrücken von seinem Trainer Rudi Bommer getrennt.

Die deutliche 0:4-Heimschlappe gegen Kickers Offenbach hat beim stark abstiegsbedrohten Zweitligisten 1. FC Saarbrücken zu personellen Konsequenzen geführt: Der Klub trennte sich am Mittwoch von seinem Trainer Rudi Bommer. Das gaben die Saarländer am Mittwoch offiziell bekannt.

Bommer hatte das Bundesliga-Gründungsmitglied am 31. August ohne Punkt übernommen und in einer beeindruckenden Aufholjagd vorübergehend auf einen Nichtabstiegsplatz geführt. In den letzten beiden Partien verloren die Saarländer jedoch gegen die direkten Konkurrenten Dynamo Dresden (0:2) und Offenbach und leisteten damit bei nunmehr vier Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz sportlich einen Offenbarungseid. Der FCS wollte die Trennung am Mittwoch nicht näher begründen und verwies nur auf die Leistung gegen Offenbach. Bommer hatte den Auftritt seines Teams gegen die Hessen als "eine Schande" bezeichnet. Zudem war das Verhältnis des Trainers zu Präsident Hartmut Ostermann seit längerem gestört, zuletzt belasteten Gerüchte über einen Wechsel des Trainers zum MSV Duisburg die Stimmung im Saarland.

Der Weg für Bommers Wechsel nach Duisburg scheint damit frei. Bei dem Noch-Bundesligisten gilt der sechsmalige Nationalspieler seit langem als Wunschkandidat für die neue Saison. Bommers Nachfolger in Saarbrücken übernimmt bis auf Weiteres der bisherige Co-Trainer Didier Philippe. Am Sonntag spielt Saarbrücken bei 1 860 München um seine letzte Chance auf den Klassenerhalt, eine Woche später empfangen die Saarländer Eintracht Braunschweig.

Bommers Beurlaubung war die achte vorzeitige Entlassung in der laufenden Saison im Unterhaus und die 308. in der Zweitliga-Geschichte.

© SID

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