Fußball 2.Bundesliga
Schupp folgt auf Becker

Markus Schupp tritt die Nachfolge des entlassenen Ede Becker als Chefcoach des Karlsruher SC an. Indes steht der aussortierte Markus Miller vor der Rückkehr ins Tor der Badener.

Markus Schupp soll den Absturz des Karlsruher SC stoppen und den kriselnden Bundesliga-Absteiger zu alter Stärke führen. Der ehemalige Meisterspieler des 1. FC Kaiserslautern und des deutschen Rekordmeisters Bayern München wurde am Donnerstag bei den Badenern offiziell als Nachfolger von Edmund Becker vorgestellt. Schupp erhielt einen Zwei-Jahres-Vertrag.

"Es ist eine tolle Aufgabe, bei solch einem Traditionsverein arbeiten zu dürfen. Nach dem ersten Gespräch war mir klar, dass ich diese Chance wahrnehmen werde. Das Team hat mehr Potenzial, als der Tabellenplatz aussagt", sagte Schupp und gab gleich einen Einblick in seine Vorgehensweise: "Die Jungs sind verunsichert, aber das kann man mit Gesprächen schnell lösen. Ich will die Mannschaft in der 2. Liga weiterentwickeln. Jetzt kommt eine Analyse. Was ist körperlich los, was mental?"

Dohmen: "Haben den Trainer bekommen, den wir wollten"

KSC-Manager Rolf Dohmen freute sich, in der turbulenten Zeit seinen Wunschtrainer präsentieren zu können. "Markus war der Erste, mit dem wir Kontakt aufgenommen haben. Er vertritt unsere Philosophie, mit jungen und eigenen Spielern zu agieren. Wir haben den Trainer bekommen, den wir wollten."

Für Schupp ist es nach dem Engagement beim damaligen Zweitligisten Wacker Burghausen (2004 bis 2006) die zweite Anstellung als Cheftrainer. Beim österreichischen Meister RB Salzburg war Schupp bis zuletzt unter Huub Stevens als Co-Trainer tätig, zuvor arbeitete er unter dem Niederländer bereits in gleicher Position beim Hamburger SV.

Als Spieler wurde er mit dem 1. FC Kaiserslautern 1991 deutscher Meister und DFB-Pokal-Sieger, mit Bayern München holte Schupp 1994 einen weiteren Meistertitel. In 351 Bundesliga-Spielen für die Roten Teufel, den FC Bayern, Wattenscheid 09 sowie Eintracht Frankfurt und den HSV erzielte er insgesamt 40 Tore.

Seine Erfolge als Trainer wirken dagegen bescheiden. Immerhin erreichte er mit Burghausen 2005 den neunten Platz in der 2. Liga, wurde jedoch am 14. Dezember 2006 wegen Erfolglosigkeit entlassen.

Miller vor Rückkehr zwischen die Pfosten

Unterdessen will Torwart Markus Miller beim KSC einen Neuanfang starten und hat dafür offenbar sogar Gehaltseinbußen in Kauf genommen. Nach Information des Fachmagazins kicker ist der ehemalige Stammtorhüter zu finanziellen Abstrichen bereit, um wieder ins Tor der Badener zurückkehren zu können.

"Ich freue mich, wenn ich wieder in den Kampf um den Platz im Tor eingreifen kann", sagte Miller, der vor der Saison auf die Tribüne verbannt worden war. Aus finanziellen Gründen hatte der KSC Miller verkaufen wollen, jedoch keinen Verein gefunden, der die festgeschriebene Ablöse von 1,2 Mill. Euro zu zahlen bereit war.

Mit der Verbannung auf die Tribüne wollten die Karlsruher die vertraglich zugesicherten Prämien Millers sparen, die für den Verein offensichtlich in der 2. Bundesliga nicht zu stemmen gewesen wären.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%