Fußball 2.Bundesliga
St. Pauli hat die Spitze im Blick

Am 10. Spieltag kann der FC St. Pauli mit einem Sieg über Energie Cottbus zumindest vorübergehend die Tabellenspitze übernehmen. Aachen trifft auf Berlin, Karlsruhe auf Oberhausen.

Heute treffen am 10. Spieltag der 2. Bundesliga der FC St. Pauli und Energie Cottbus aufeinander, Union Berlin ist zu Gast bei Alemannia Aachen, Rot Oberhausen-Weiß tritt beim Karlsruher SC an.

Dem FC St. Pauli winkt die Tabellenführung. Die Hamburger haben ihre letzten beiden Begegnungen souverän gewonnen (3:1 gegen Oberhausen sowie 1 860 München) und können mit einem Sieg den 1. FC Kaiserslautern, der am Freitag gegen Fortuna Düsseldorf (0:2) stolperte, sowie Arminia Bielefeld, die erst am Montag spielt, in der Tabelle überholen. "Wir sind gut drauf und wollen gegen Cottbus nach vorne spielen, einen guten Ball präsentieren und natürlich gewinnen", so St. Paulis Co-Trainer Andre Trulsen. Im defensiven Mittelfeld könnte neben Matthias Lehmann der von seiner Magen-Darm-Grippe genesene Allrounder Florian Bruns auflaufen. Lehmanns Stammpartner Fabian Boll wird nach überstandenem Muskelfaserriss wohl noch pausieren.

Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz fordert von seinem Team, das nur eins seiner letzten fünf Spiele (drei Niederlagen, ein Unentschieden) gewinnen konnte, eine Reaktion: "Wir müssen den Sieg zu 100 Prozent wollen. Dazu muss jeder Einzelne mehr als bisher investieren und vor der eigenen Haustür kehren. Eine gewisse Demut würde uns gut zu Gesicht stehen." Sascha Dum reiht sich vor der Partie mit einer Seitenstrang-Angina in die Liste nicht einsatzfähiger Spieler ein, auf der neben dem Abwehrspieler zurzeit Jiayi Shao, Timo Rost, Stiven Rivic, Roger, Dennis Sörensen, Nils Petersen, Heiko Schwarz und Daniel Ziebig stehen. Als Ausrede will Wollitz die Ausfälle jedoch nicht gelten lassen und verweist darauf, dass "genug gestandene Spieler im Kader" stehen.

Krüger mit Aachen unter Druck

Alemannia Aachen wartet unter dem neuen Trainer Michael Krüger seit vier Spielen (inklusive DFB-Pokal) auf den ersten Sieg. Vor dem Spiel spricht der 55 Jahre alte Coach Klartext: "Ich habe die Nase gestrichen voll davon, immer nur Komplimente zu ernten. Es muss ein Dreier her, fertig." Mit einem Sieg könnte die Alemannia Anschluss ans Tabellen-Mittelfeld finden. Verzichten muss Krüger neben den Langzeitverletzten Thomas Stehle (Meniskusschaden) und Reiner Plaßhenrich (Knorpelschaden) auf Markus Daun (Knieprobleme) sowie Andreas Korte (Außenmeniskusverletzung).

Der überraschend starke Aufsteiger Union Berlin musste zuletzt die ersten beiden Saisonpleiten hinnehmen, erzielte aber bisher in jeder Partie mindestens einen Treffer. Laut Übungsleiter Uwe Neuhaus wollen die "Eisernen" ihrem Spitznamen alle Ehre machen und mit Zweikampfhärte sowie absoluter Leidenschaft bei den Aachenern bestehen. Aufgrund der Tatsache, dass Union mit 16 Zählern auf dem Konto immer noch gut dasteht, sieht Neuhaus keinen Grund zur Panik: "14 andere Mannschaften würden sicher gern mit uns tauschen." Ausfallen wird definitiv Edel-Reservist Shergo Biran mit seiner Schultereckgelenkssprengung. Weiterhin nicht zur Verfügung stehen Björn Brunnemann und Dominic Peitz.

KSC hofft auf die Wende

Bundesliga-Absteiger Karlsruher SC will gegen Rot Oberhausen-Weiß die Wende schaffen. Aus den letzten drei Partien holte der KSC nur einen Punkt (zuletzt 1:1 gegen Augsburg), in vier Heimspielen gelang bisher nur ein Sieg. Doch KSC-Trainer Markus Schupp gibt eine klare Marschrichtung vor: "Oberhausen steht in der Tabelle momentan dort, wo wir hinwollen. Deshalb müssen wir diese Mannschaft am Sonntag schlagen." Bis auf Massimilian Porcello und Gaetan Krebs kann Schupp aus dem Vollen schöpfen.

Rot Oberhausen-Weiß hat zwei seiner letzten drei Auswärtsbegegnungen ohne Gegentor gewonnen. Bei RWO könnte Kapitän Benjamin Reichert gut fünf Monate nach seiner Verletzung im Spiel beim MSV Duisburg sein Comeback geben. Ob Trainer Jürgen Luginger ihn von Beginn an bringt, ist jedoch offen.

© SID

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