Fußball 2.Bundesliga
"Stärkste 2. Liga der Welt" startet in 35. Saison

Nürnberg startet als Favorit auf den direkten Wiederaufstieg in die 35. Saison der 2. Liga. In puncto TV-und Sponsoreneinnahmen ist sie bereits die "stärkste 2. Liga der Welt".

Vor einem Jahr war von der besten 2. Liga aller Zeiten die Rede, diesmal wartet alles gespannt auf den Anpfiff der stärksten 2. Liga der Welt. Im Schatten der Fußball-Bundesliga sorgt das Unterhaus Jahr für Jahr für neue Superlative. Eine Konstante bleibt aber auch vor dem Start der 35. Saison am Freitag um 18.00 Uhr: Die drei Erstliga-Absteiger 1. FC Nürnberg, MSV Duisburg und Hansa Rostock sind die großen Favoriten auf eine Rückkehr in die Bundesliga.

Der "Club" als Topfavorit auf den Aufstieg

Allen voran Rekordabsteiger Nürnberg, der seine Ambitionen am Mittwoch mit der 13. Neuverpflichtung untermauerte. Der "Club" nahm den ghanaischen Nationalstürmer Isaac Boakye (VfL Wolfsburg) unter Vertrag und ist sich vor dem Auftakt am Sonntag gegen den FC Augsburg (14.00) seiner Rolle bewusst. "Wir werden die Gejagten sein", meinte FCN-Keeper Raphael Schäfer und weiß, dass der Wiederaufstieg kein Selbstläufer wird: "Wir müssen viel investieren, um erfolgreich zu sein."

Sämtliche 18 Trainer der Zweitligisten nannten die runderneuerte Mannschaft von Trainer Thomas von Heesen ("Wir wollen die Scharte auswetzen") trotz des Abschieds von Spielmacher Zvjezdan Misimovic (VfL Wolfsburg) als Topfavorit für den Aufstieg. Der Zuschauerkrösus werden die Franken mit kalkulierten 30 000 Besuchern pro Heimspiel aber allemal sein. 20 500 Dauerkarten setzte der Pokalsieger von 2007 bislang ab - gemessen an dieser Zahl läge der FCN sogar im Mittelfeld der Bundesliga.

2. Liga weckt Zuschauer- und Sponsoreninteresse

Allerdings wird es nach den Aufstiegen der Zuschauermagneten 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach ins Oberhaus schwer, den Besucherrekord der vergangenen Zweitliga-Saison zu knacken. In der Spielzeit 2007/2 008 war das Interesse um über acht Prozent auf durchschnittlich 17 995 Zuschauer pro Spiel gestiegen. Nur Englands zweite Liga verzeichnet weltweit ähnliche Zahlen.

Unangefochten liegt das deutsche Unterhaus indes in punkto TV- und Sponsoren-Einnahmen (rund 150 Mill. Euro) in Front. "Wir haben mit Sicherheit die stärkste 2. Liga der Welt. Sie hat enorm an Stellenwert gewonnen", meinte Rostocks Trainer Frank Pagelsdorf, der trotz seiner Aufstiegsambitionen um die Ausgeglichenheit der Konkurrenz weiß: "Ich sehe keinen klaren Favoriten, sondern einen großen Kreis von neun oder zehn Mannschaften. Dazu gehören die Absteiger zusammen mit Mainz, Freiburg, Kaiserslautern, Fürth, Aachen sowie 1 860 München", erklärte Pagelsdorf: "Die Entscheidung wird spät fallen."

Personeller Umbruch bei Duisburg - Mainz ohne Klopp

Auch sein Duisburger Kollege Rudi Bommer will nach einem personellem Umbruch - 17 Spieler gingen, 13 kamen - schnellstens wieder nach oben. "Wir haben zumindest den Anspruch, aufzusteigen", bekannte Bommer. Einige der MSV-Mitkonkurrenten werden bereits am 1. Spieltag erstmals Farbe bekennen müssen.

Der FSV Mainz 05 mit "Klopp-Erbe" Jörn Andersen auf der Trainerbank trifft am Freitag im Südwestderby auf den 1. FC Kaiserslautern, der vor einer Woche in der 1. DFB-Pokalrunde überraschend an Carl-Zeiss Jena (1:2) gescheitert war. Am Sonntag empfängt der wieder einmal aufstiegsambitionierte SC Freiburg 1 860 München. Die Löwen-Elf, in der die vier U19-Europameister Lars und Sven Bender sowie Timo Gebhart und Florian Jungwirth stehen, haben einige sogar als Geheimtipp auf dem Zettel. "Es ist damit zu rechnen, dass sich 1 860 stark verbessert hat", meinte Fürths Trainer Benno Möhlmann.

Ambitionierte Aufsteiger wollen sich etablieren

Die vier Aufsteiger indes starten mit unterschiedlichen Zielen. Während es für Rot-Weiß Oberhausen und den FSV Frankfurt nach jeweils zwei Aufstiegen in Folge ebenso wie für Rot-Weiß Ahlen primär um den Klassenerhalt geht, schielt der FC Ingolstadt schon ein wenig weiter nach oben. "Ich wäre mit einem Platz unter den ersten Zehn zufrieden. Wir haben das Potenzial, das zu erreichen", sagte Ingolstadts Coach Thorsten Fink selbstbewusst.

© SID

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