Fußball 2.Bundesliga
Stumpf Favorit in Jena - DFL bittet zum Rapport

Reinhard Stumpf gilt als großer Favorit auf den Trainerposten beim FC Carl Zeiss Jena. Darüber hinaus hat die DFL den Zweitligisten wegen des Einstiegs eines russischen Geldgebers zum Rapport vorgeladen.

Turbulente Verhältnisse herrschen derzeit beim Zweitligisten Carl Zeiss Jena. Nach der Trennung von Coach Frank Neubarth läuft die Suche nach einem Nachfolger auf Hochtouren, darüber hinaus hält auch der Einstieg eines russischen Großinvestors die Verantwortlichen beim Traditionsverein weiter in Atem.

Nach den Absagen von Falko Götz und Michael Frontzeck ist nun Ex-Bundesligaprofi Reinhard Stumpf einer von zwei Kandidaten auf die Nachfolge des am Montag entlassenen Frank Neubarth. Jenas Sportdirektor Lutz Lindemann bestätigte dem sid entsprechende Verhandlungen.

Im Auswärtsspiel am Sonntag beim SV Wehen Wiesbaden wird laut Lindemann möglicherweise der Ex-Bundesligaprofi und bisherige Co-Trainer Olaf Holetschek auf der Bank in der Verantwortung stehen. Der 45-jährige Stumpf, zuletzt an der Seite des Belgiers Erik Gerets bei Galatasaray Istanbul tätig, ist offenbar der Favorit auf den freien Posten in Thüringen. Er musste sich nach einem Fahrradunfall allerdings am Dienstag einem ambulanten Eingriff an der lädierten Schulter unterziehen.

DFL-Rapport lässt Jena-Präsidium kalt

Die Vereinsspitze um Präsident Rainer Zipfel sieht derweil einem Termin am Montag bei DFL-Finanzgeschäftsführer Christian Müller gelassen entgegen. "Dass es für die DFL ein paar Punkte im geplanten Kooperationsvertrag mit dem Investor gibt, die es noch zu klären gilt, ist uns bekannt und wurde von uns in den letzten Tagen und Wochen auch wiederholt gegenüber der Öffentlichkeit erwähnt", erklärt Zipfel in einer Pressemitteilung des Vereins. Der Termin mit der DFL zur Klärung der offenen Fragen würde seit längerer Zeit feststehen. "Wir sind optimistisch, mit der DFL einen Konsens zu erzielen", so Zipfel.

Ein Bau- und Immobilienunternehmen, hinter dem die beiden russischen Geschäftsmänner Atlan Schischkanow und Murat Lujanow stehen, will in den kommenden fünf Jahren 20 bis 25 Mill. Euro in die Vereinskasse pumpen.

Die DFL sowie Jenas Mitgliederversammlung am 29. September müssen dem Geschäft allerdings zustimmen. Müller hatte erklärt, dass die DFL den Vertrag in dieser Form nicht akzeptieren würde, den Einstieg mit großer Skepsis sehe. Die Investoren sollen 49 Prozent der Anteile an der neuen Spielbetriebs-Gmbh erhalten und einen von zwei Geschäftsführern stellen. Dies ist einer der Kritikpunkte.

© SID

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