Fußball 2.Bundesliga
Toppmöllers Kritik an Wolf stößt auf Unverständnis

Klaus Toppmöller hat durch seine Kritik am ehemaligen Trainer des 1. FC Kaiserslautern, Wolfgang Wolf, den Missmut seiner Kollegen auf sich gezogen. Der Bund Deutscher Fußball-Lehrer rief "Toppi" zur Zurückhaltung auf.

Was auch immer Klaus Toppmöller mit seiner Kritik am ehemaligen Trainer des 1. FC Kaiserslautern, Wolfgang Wolf, erreichen wollte, Verständnis kann er für seine Kollegen-Schelte nicht erwarten. Sowohl Wolf selbst, der am vergangenen Mittwoch bei den Pfälzern entlassen worden war, als auch der Bund Deutscher Fußball-Lehrer (Bdfl) riefen den Nationaltrainer Georgiens am Mittwoch zur Zurückhaltung auf.

"Es ist aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar, aber bezeichnend, dass Klaus Toppmöller schon zum zweiten Mal Trainer massiv angreift. Schon in Hamburg hat er die Arbeit seines Vorgängers Kurt Jara massiv kritisiert. Wenn ein Trainer mit seinem Job unzufrieden ist, es sportlich nicht so läuft wie erwartet und er deshalb vielleicht eine Aufgabe in Deutschland sucht, sollte er trotzdem die Grundregeln des Anstandes und des Respekts einhalten", sagte Wolf und fügte hinzu: "Es wirft kein gutes Licht auf einen Trainer, wenn er sich zum wiederholten Male auf Kosten anderer Trainer und Spieler profilieren will. Aber vielleicht ist das der Stil von Klaus Toppmöller."

Toppmöller: "Ich bin besser als der"

Toppmöller, der in Kaiserslautern als Nachfolger von Wolf im Gespräch ist, hatte am Dienstag in einem Interview mit der Rheinpfalz die Transferpolitik des Ex-FCK-Trainers scharf kritisiert. "An der Personalpolitik von Wolf wird sein Nachfolger noch zu knabbern haben. So viele ausländische Spieler - wie sollen sich die Leute mit der Mannschaft identifizieren? Zum Beispiel Emeka Opara - wenn ich zwei Wochen trainiere, bin ich besser als der", meinte Toppmöller.

Auf wenig Verständnis stieß der 55-Jährige mit seiner Kollegenschelte auch bei Bdfl-Präsident Horst Zingraf. Bereits nach der Kritik an HSV-Vorgänger Kurt Jara hatte Zingraf mit Toppmöller ein Gespräch geführt. "Die Geschichte mit Jara hat er mir damals glaubwürdig als Missverständnis dargestellt. Deshalb kann ich seine Aussagen gegenüber Wolfgang Wolf nicht verstehen. Das ist ein Verstoß gegen den Verhaltenskodex, dem sich die Trainer 2005 unterworfen haben. Ich werde mit beiden Trainern das Gespräch suchen", erklärte Zingraf.

Wolf nimmt FCK-Profis in Schutz

Wolf meinte ferner, dass es Spieler und die Verantwortlichen des FCK nicht verdient hätten, "aus der Ferne so abqualifiziert zu werden." Eigentlich sei Klaus Toppmöller, so Wolf, Nationaltrainer in Georgien und somit weit weg vom Fußballgeschehen in Deutschland: "Mich wundert es ohnehin, dass er die Zeit hat, sich neben seiner schwierigen Aufgabe, den Fußball in Georgien voran zu bringen, auch um den Vereinsfußball in Deutschland zu kümmern."

© SID

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