Fußball 2.Bundesliga
Trainer Frank schmeißt in Offenbach hin

Zweitligist Kickers Offenbach muss sich nach der deutlichen 0:6-Pokalschlappe bei Hansa Rostock nach einem neuen Trainer umsehen. Der bisherige Chefcoach Wolfgang Frank hat nach der deftigen Packung an der Ostsee und der sportlichen Talfahrt der letzten Wochen seinen Rücktritt erklärt. Das bestätigte der hessische Traditionsklub auf Anfrage des sid.

Zunächst wird Ramon Berndroth, Verantwortlicher der U23 des OFC, gemeinsam mit Co-Trainer Manfred Binz den Tabellenelften auf das Heimspiel am Freitag gegen Greuther Fürth vorbereiten. Der Vorstand ist aber bereits auf der Suche nach einem neuen Coach.

Frank zog die Konsequenz, nachdem der OFC-Vorstand die Spieler nach der Pleite in Rostock zu einem Gespräch ohne Trainer gebeten hatte. "Unser Anliegen war es, einfach einmal von der Mannschaft alleine zu hören, was die Ursachen für den derzeitigen Misserfolg sein könnten", erklärte Offenbachs Vizepräsident Thomas Kalt die Aussprache.

Der Trainer nahm dies zum Anlass, mit sofortiger Wirkung das Vertragsverhältnis mit dem hessischen Traditionsverein zu kündigen. Der 56-Jährige begründete seinen Schritt damit, dass er die Vorgehensweise des Vorstands als Misstrauen empfunden habe und dadurch keine Basis mehr für eine erfolgreiche Zukunft beim OFC sehe.

Frank hatte am Dienstag bereits wenige Minuten nach der Niederlage in Rostock seine Zukunft beim OFC in Frage gestellt. "Nach dem 0:2 hat sich die Mannschaft aufgegeben. Ich habe so eine Vorahnung, dass es bald vorbei ist", meinte Frank. Vizepräsident Thomas Kalt erklärte: "So darf man sich nicht abschlachten lassen."

Der 215-malige Bundesligaspieler Frank hatte sein Amt bei den Kickers am 25. Januar 2006 als Nachfolger von Hans-Jürgen Boysen, der nach einer Niederlage gegen Hansa Rostock entlassen worden war, angetreten. In der vergangenen Sasion hatte der "Lehrmeister" von TV-Bundestrainer Jürgen Klopp den OFC zum Klassenerhalt geführt, in dieser Spielzeit nach drei Siegen in vier Spielen zum Auftakt sogar vom Bundesliga-Aufstieg geträumt.

Nach zuletzt sechs Spielen ohne Sieg und sechs Auswärtspleiten in Folge zog der 56-Jährige nun selbst die Reißleine. In der 2. Liga ist es bereits der vierte Trainerwechsel in der laufenden Saison. Zuvor hatten sich Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden von Djuradj Vasic und der FC Carl Zeiss Jena von Frank Neubarth getrennt. Rainer Hörgl war zudem beim FC Augsburg aus persönlichen Gründen zurückgetreten.

© SID

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