Fußball 2.Bundesliga: TuS Koblenz droht neuer Ärger

Fußball 2.Bundesliga
TuS Koblenz droht neuer Ärger

Zweitligist TuS Koblenz hat Berichten zufolge mit einem nicht zugelassenen Spielervermittler zusammengearbeitet. Die TuS soll damit gegen ein Fifa-Reglement verstoßen haben.

Nach dem Abzug von drei Punkten für die laufende Saison drohen Zweitligist TuS Koblenz möglicherweise noch weitere Strafen von Seiten der Fußball-Verbände. Laut eines Berichts der Sport Bild muss der Klub mit weiteren Sanktionen rechnen, weil der Verein mit einem nicht zugelassenen Spielervermittler zusammengearbeitet habe. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wollte den Bericht auf sid-Anfrage nicht kommentieren.

Die Forderung nach einer Bestrafung wird von Seiten der Deutschen Fußballspieler-Vermittler-Vereinigung (Dfvv) erhoben. Laut Dfvv-Geschäftsführer Gregor Reiter habe Koblenz gegen das Spielervermittler-Reglement des Weltverbands Fifa verstoßen und "muss bestraft werden".

Koblenz wurde im April des vergangenen Jahres mit dem Abzug von sechs Punkten für die abgelaufene Saison und drei Zählern für die laufende Spielzeit bestraft. Hinzu kam eine Geldstrafe in Höhe von 200 000 Euro. Grund für die Sanktionen waren die Verträge mit den Profis Marko Lamic und Branimir Bajic, die der DFL bei der Etatangabe vorenthalten wurden. So ergab sich eine Deckungslücke in Höhe von zwei Mill. Euro.

Obwohl der nicht zugelassene Spielvermittler an den Transfers der beiden Profis von Partizan Belgrad im Sommer 2007 mitgewirkt haben soll, glaubt TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos nicht an eine weitere Strafe: "Wir haben alle Sachverhalte zu den Transfers offengelegt und unsere Strafe erhalten. Daher erwarte ich keine weiteren Probleme."

Schwierigkeiten haben die Koblenzer ohnehin schon mehr als genug. Die Mannschaft steht auf dem drittletzten Tabellenplatz, die Chefetage um Vorstandsboss Rüdiger Sterzenbach ist Mitte Dezember zurückgetreten und den Klub drücken 600 000 Euro Verbindlichkeiten. Dazu klagt Ex-Geschäftsführer Hermann Gläsner, der von der TuS auf 2,66 Mill. Euro Schadensersatz verklagt wurde, seinerseits auf Wiedereinstellung.

© SID

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