Fußball 2.Bundesliga
Vasic muss in Wehen gehen

Nach nur zwei Spieltagen hat der der deutsche Profi-Fußball seine erste Trainerentlassung zu beklagen. Der SV Wehen Wiesbaden hat sich von Cheftrainer und Interims-Manager Djuradj Vasic getrennt.

Überraschend hat sich der SV Wehen Wiesbaden von Cheftrainer und Interims-Manger Djuradj Vasic getrennt und ihn mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben freigestellt. Der Klub gab in einer Presseerklärung als Grund für die Freistellung Vasics Umgang mit den Spielern und dem Trainer-Gespann sowie mangelndes Team-Verständnis an. Wehen, das mit vier Punkten erfolgreich in die Saison gestartet war, sorgte für den ersten Trainerwechsel der noch jungen Saison.

Der 50-Jährige war seit Juli 2007 Cheftrainer des Klubs und seit kurzem auch als Interims-Manager verantwortlich für den gesamten sportlichen Bereich. "Um weitere Unruhe in der Mannschaft zu vermeiden, sah sich die Vereinsführung gezwungen, schnell zu reagieren. Das Trainer-Team bestehend aus Christian Hock, Steffen Vogler und Frank Steinmetz bleibt weiterhin für die Mannschaft verantwortlich", hieß es vom Seiten des Zweitliga-Neulings. Die Mannschaft sei bereits über die Entlassung von Vasic informiert worden.

Streit mit Schwarz wohl der Knackpunkt

Grund für die Entlassung soll vor allem das gestörte Verhältnis zwischen Vasic und Mittelfeldspieler Sandro Schwarz sein. Bereits 20 Minuten nach dem 1:1 gegen den VfL Osbnabrück war es am Freitag in der Kabine nach Informationen des Wiesbadener Kuriers zu einem Wortgefecht zwischen Schwarz und Vasic gekommen. Beim Auslaufen am Samstag soll dann erneut ein lautstarker Disput zwischen dem Spieler und Vasic stattgefunden haben.

Kern des Problems ist offenbar, dass Schwarz der Vertrauensmann von Trainer Christian Hock ist. Unter dem Cheftrainer Vasic spielte Schwarz so gut wie keine Rolle und in der Regionalliga nur sieben von 28 Partien komplett durch. Vasic untermauerte mehrfach, dass ihm der ehemalige Mainzer Profi zu langsam und nicht torgefährlich genug sei.

Die fehlende Fußball-Lehrerlizenz hatte Hock beim Aufsteiger zuvor den Posten des Chetrainers gekostet. Um die Bedingungen der Deutschen Fußball Liga (DFL) zu erfüllen, wurde der ursprünglich als Teamchef engagierte Vasic, der im Besitz einer Lizenz ist, anstelle von Hock mit dem Amt des Chefcoaches betraut.

Ursprünglich wollte Ex-Profi Hock, der zumindest im Besitz einer A-Lizenz ist, erst im Januar 2008 den Fußball-Lehrerschein erwerben. Aufgrund des in dieser Saison rigoros umgesetzten DFL-Statuts will Hock aber nun umgehend mit der Ausbildung beginnen. Sobald der ehemalige Mainzer dann im Besitz der Fußball-Lehrerlizenz ist, sollte er ohnehin Vasic als Chefcoach wieder ablösen.

© SID

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