Fußball 2.Bundesliga
Viele Baustellen bei FSV Frankfurt

Bei Zweitligist FSV Frankfurt besteht sowohl in der Kaderplanung als auch beim Stadion Handlungsbedarf. Zwölf Spielerverträge laufen aus und die Flutlichtanlage sorgt für Probleme.

Seit vergangenen Sonntag herrscht beim FSV Frankfurt zumindest Klarheit darüber, dass auch nächste Saison in der 2. Bundesliga gespielt wird. Wo dann aber die Heimspiele ausgetragen werden, scheint offener denn je. Probleme bereitet derzeit vor allem die von der Deutschen Fußball Liga (DFL) geforderte 800-Lux-Flutlichtanlage für das umgebaute Stadion am Bornheimer Hang. Da die Autofahrer auf der benachbarten A661 das neue Flutlicht blendet, ist die Rückkehr nach Bornheim in Gefahr.

"Gespräche laufen. Es sieht gut aus, dass es auch da eine Lösung gibt. Ich bin sicher, das wir ab Sommer wieder in unserem Stadion spielen", sagte FSV-Manager Bernd Reisig, der sich zuletzt "irritiert"über die Vorgehensweise der Politik zeigte.

Bornheimer Stadion wird zum Politikum

Schließlich hätte nach Angaben des Zweitligisten eine auf der Autobahn installierte Gegenlichtanlage Abhilfe schaffen können. Doch ist dieser Plan in der Stadt Frankfurt in die Mühlen der Politik geraten.

Ohnehin ist das umgebaute Stadion, das am 23. Juli mit einem Spiel gegen Bundesligist Werder Bremen festlich eingeweiht werden soll, zuletzt zum Politikum geworden. Neben der Posse um die Flutlichtanlage explodierten auch die Kosten.

Budget für Stadionumbau überschritten

Das heimische Stadion mit einem Fassungsvermögen für 12 000 Zuschauer, in das die Hessen nach einem Jahr in der Frankfurter WM-Arena wieder zurückkehren wollen, wurde für mittlerweile 28,5 Mill. Euro umgebaut. Das von der Stadt genehmigte Budget wurde damit bereits um 6,7 Mill. Euro überschritten. Ärger kam auch bei den Anwohnern rund um den Bornheimer Hang auf, da sie wegen der fehlenden Parkmöglichkeiten bei Zweitligaspielen ein Verkehrschaos befürchten.

Wenn in der Flutlicht-Frage innerhalb der nächsten Wochen keine Lösung gefunden wird, müssten die Hessen zumindest bei Abendspielen wieder in die WM-Arena ausweichen. Dort hatte der FSV insgesamt 29 von 38 Punkten in der abgelaufenen Saison geholt. Jedoch verloren sich meist weniger als 10 000 Zuschauer in dem riesigen Stadion. Die Hessen möchten zwar keine Zahlen nennen, aber aufgrund der Höhe der Stadionmiete ist davon auszugehen, dass der FSV einen finanziellen Verlust verbuchen musste.

12 Verträge laufen aus beim FSV

Das beeinträchtigt natürlich auch die sportlichen Planungen für die kommende Saison. Immerhin konnte am Dienstag der Vertrag mit Torwart Patric Klandt, der aufgrund seiner guten Leistungen auch bei Erstliga-Aufsteiger FSV Mainz 05 und bei Absteiger Karlsruher SC im Gespräch gewesen sein soll, verlängert werden. Am Mittwoch folgte die Verpflichtung von Angreifer Matthew Taylor (TuS Koblenz), der ablösefrei kommt und einen Vertrag bis 2011 erhält.

Dagegen wird der ausgeliehene weißrussische Nationalspieler Gennadi Blisnijuk in seine Heimat zurückkehren, nachdem der FSV die Kaufoption nicht gezogen hat. Mittelfeldspieler Youssef Mokthari soll vor einem Wechsel zu Ligakonkurrent Spvgg Greuther Fürth stehen.

Auch Bruder Oualid Mokhtari wird den Klub wohl verlassen. Insgesamt laufen noch bei zwölf weiteren Spielern Verträge aus. "Wir wollen sechs bis sieben Neuzugänge", sagte Reisig und kündigte unabhängig vom Ausgang der Stadion-Debatte eine Offensive auf dem Transfermarkt an.

© SID

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