Fußball 2.Bundesliga
Wechselfehler kostet Koblenz 3 000 Euro

Das DFB-Sportgericht hat die TuS Koblenz zu einer 3 000-Euro-Geldstrafe verurteilt. Der gegen St. Pauli kurzzeitig eingewechselte Njazi Kuqi stand nicht auf dem Spielberichtsbogen.

Aufatmen bei der TuS Koblenz: Der abstiegsbedrohte Zweitligist ist nach dem Wechselfehler im Spiel gegen den FC St. Pauli (2:1) mit einer Geldstrafe in Höhe von 3 000 Euro davongekommen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sah von einem erneuten Punktabzug ab, wodurch den Koblenzern vor dem Saisonfinale der Absturz auf einen Abstiegsplatz erspart blieb.

"Jetzt kann ich mich endlich über den Sieg freuen, nachdem ich 24 hektische Stunden hinter mir habe", sagte TuS-Manager Wolfgang Loos dem Sport-Informations-Dienst (SID). Gleichzeitig hatte der 54-Jährige aber auch mit einem milden Urteil gerechnet: "Es war eine geringfügige Fahrlässigkeit. Ich war mir nach Durchsicht der Statuten eigentlich sicher, dass es nur eine Geldstrafe geben könnte. Es ist aber auch klar, dass so ein Fall ein Spieltag vor Schluss für bundesweite Schlagzeilen sorgt."

In der Tat war die Aufregung am Sonntag groß, als TuS-Trainer Rapolder in der 69. Minute den Finnen Njazi Kuqi einwechseln wollte, obwohl dieser nicht auf dem handschriftlich angefertigten Spielberichtsbogen stand. Nach einem Hinweis des Schiedsrichter-Assistenten wechselte der Coach dann schnell Manuel Fischer für Fatmir Vata ein. Allerdings hatte Kuqi bereits das Spielfeld betreten, womit laut Reglement ein Verstoß vorlag.

St. Pauli und Abstiegskonkurrenz verzichten auf Protest

Dem Verein sei aber nur eine leichte Fahrlässigkeit vorzuwerfen, hieß es in der Urteilsbegründung des DFB. Ein Punktabzug komme nicht in Betracht, da das Spiel nach der Einwechslung von Kuqi noch nicht fortgesetzt worden war.

Der FC St. Pauli hatte auf einen Protest gegen die Wertung des Spiels gleich verzichtet. Auch der FSV Frankfurt und der VfL Osnabrück als Konkurrenten im Abstiegskampf wollten gegen die Spielwertung nicht vorgehen. "Wir möchten niemals von kleinen Fehlern profitieren, die in der Hektik des Abstiegskampfes passieren", erklärte FSV-Manager Bernd Reisig.

Gleiches war aus Osnabrück zu hören. "An der Partie unbeteiligte Vereine haben kein Einspruchsrecht", sagte Sportdirektor Lothar Gans: "Außerdem ziehen wir einen Einspruch aus sportlichen Gründen nicht in Erwägung. Den Kampf um den Klassenerhalt werden wir auf rein sportlichem Weg führen."

Rapolder-Weggang kein Thema

So blickten auch die Koblenzer, die wegen eines Verstoßes im Lizenzierungsverfahren ohnehin schon mit einem Abzug von drei Punkten bestraft worden waren, am Montag schon wieder auf das "Endspiel" beim FC Ingolstadt. "Der Partie gilt nun die volle Konzentration", meinte Loos, der auch möglichen Wechsel-Spekulationen von Trainer Uwe Rapolder zu Arminia Bielefeld eine Absage erteilte: "Das ist für uns kein Thema. Es ist normal, dass ein Trainer, der gute Arbeit bei einem Klub geleistet hat, dort immer gehandelt wird. Rapolder hat aber auch gar keine Anfrage gestellt. Er wird seinen Vertrag bis 2011 in Koblenz erfüllen."

© SID

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