Fußball 2.Bundesliga
Wollitz bestürzt über Wettskandal

Claus-Dieter Wollitz zeigt sich nach den Manipulationsvorwürfen gegen seinen ehemaligen Verein VfL Osnabrück geschockt. "Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen", so der Trainer.

Trainer Claus-Dieter Wollitz hat mit Bestürzung auf die Vorwürfe gegen seinen früheren Klub VfL Osnabrück im Zuge des europäischen Wett- und Manipulationsskandals reagiert. "Ich habe versucht, das auszublenden, konnte es aber nicht. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen", sagte der heutige Trainer von Energie Cottbus vor dem Zweitliga-Spiel seiner Mannschaft am Freitagabend bei Fortuna Düsseldorf: "Es ist das Allerschlimmste, was es gibt, Mannschaft, Trainer, Fans und Sponsoren zu betrügen."

Nach der Partie, die Cottbus 1:2 verlor, sagte Wollitz: "Ich möchte nicht, dass das wahr ist. Denn sonst bricht für mich alles zusammen, das würde alles zerstören. Wenn ich wirklich so betrogen wurde, weiß ich nicht, was mit mir passiert. Dann brauche ich Hilfe."

Wollitz war mit dem VfL in der vergangenen Saison abgestiegen. In den aktuellen Ermittlungen stehen zwei Rückrundenspiele der Niedersachsen im Fokus, die angeblich manipuliert worden sind: die Auswärtsspiele beim FC Augsburg (0:3) am 17. April 2009 und beim 1. FC Nürnberg (0:2) am 13. Mai.

Wenn das wirklich der Fall sein sollte, hätte der Abstieg "einen ganz bitteren Beigeschmack", sagte Wollitz, der sich nach der Niederlage in Augsburg "bei den Fans noch für die schlechte Leistung meiner Mannschaft entschuldigt" hatte. "Meine Familie lebt immer noch in Osnabrück und wird tagtäglich beschimpft, weil wir abgestiegen sind", sagte Wollitz. Bis vor zwei Tagen hätte er niemals an die Möglichkeit einer solchen Manipulation geglaubt, "aber jetzt wird der Verein genannt. Das ist Fakt."

© SID

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