Fußball 2.Bundesliga
Wunschkandidat Daum sagt 1. FC Köln vorerst ab

Zweitligist 1. FC Köln muss ich zunächst nach einem neuen Trainer umsehen. Wunschkandidat Christoph Daum sagte am Samstagmorgen aus gesundheitlichen Gründen ab und steht derzeit nicht zur Verfügung.

Trainer Christoph Daum hat eine sofortige Rückkehr zum sportlich angeschlagenen Zweitligisten 1. FC Köln aus gesundheitlichen Gründen ausgeschlossen. Der 53-Jährige sagte auf einer Pressekonferenz am Samstagmorgen im St. Elisabeth Krankenhaus in Köln, dass er "für einen Zeitraum von mindestens drei Wochen nicht arbeitsfähig ist."

Dennoch dürfen sich die FC-Fans ein wenig Hoffnung auf eine Rückkehr von Daum, der sich einer Mandeloperation hatte unterziehen müssen, machen. "Jeder kennt meine Zielsetzung. Ich will mich in einem Klub mit internationalen Perspektiven einbinden. Das ist beim FC nicht gegeben. Jeder andere Zweitligist käme bei mir nicht in Frage. Aber das ist eine andere Situation. Der FC ist eine Herzensangelegenheit", meinte der vierfache Familienvater weiter.

Daum befindet sich in Gewissenskonflikt

Daum befindet sich angesichts des Hilferufs der Kölner, bei denen er zwischen 1986 und 1990 den Einstieg ins Profigeschäft schaffte, in einem Gewissenskonflikt. Daums Verstand sagt nein, sein Herz aber offenbar ja. "Es ist abzuklären, welche Rahmenbedingungen der Klub hat. Welche Infrastruktur liegt vor? Wie sieht es mit dem Aufbau einer Mannschaft aus, die in zwei, drei Jahren vielleicht wieder international spielen kann? Das sind Dinge, die man mit ein wenig Verzögerung nochmal diskutieren kann", meinte Daum weiter.

Fraglich ist nun, wie der FC reagieren wird. Warten Präsident Wolfgang Overath und Manager Michael Meier, die Daum einen Vier-Jahres-Vertrag mit einem Gehalt von 2,5 Mill. Euro per annum angeboten haben sollen, auf die Genesung des Trainers? Oder werden die Verantwortlichen, wie Daum vorschlug, angesichts der prekären Situation einen schnellen Nachfolger für den am Donnerstag entlassenen Hanspeter Latour präsentieren? Wichtig sei nur der Verein, und dass der Anschluss zu den Aufstiegsplätzen schnell wieder hergestellt werde, so Daum: "Ich will nicht mit dem FC pokern oder spielen."

© SID

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