Fußball
Aachen praktisch abgestiegen: 2:2 gegen Wolfsburg

Alemannia Aachen kann den sofortigen Wiederabstieg in die 2. Bundesliga nur noch durch ein Fußball-Wunder verhindern. Mit dem 2:2 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg beendeten die Aachener zwar ihre Serie von sechs Niederlagen.

dpa AACHEN. Alemannia Aachen kann den sofortigen Wiederabstieg in die 2. Bundesliga nur noch durch ein Fußball-Wunder verhindern. Mit dem 2:2 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg beendeten die Aachener zwar ihre Serie von sechs Niederlagen.

Vor 20 800 Zuschauern im ausverkauften Tivoli erzielten Matthias Lehmann (65./Handelfmeter) und Szilard Nemeth (68.) die Treffer für die Gastgeber. Doch bei 34 Punkten und drei Zählern Abstand auf Wolfsburg sowie der deutlich schlechteren Tordifferenz von minus 20 ist der Abstieg schon vor der Partie am 34. Spieltag beim Hamburger SV praktisch besiegelt. Denn nach dem 0:2-Rückstand gelang Christopher Lamprecht (81.) und Diego Klimowicz (85.) noch der Ausgleich für die so gut wie sicher geretteten „Wölfe“.

Die große Unruhe in beiden Clubs nach den Suspendierungen der Aachener Jan Schlaudraff und Sascha Dum und der in Wolfsburg begonnenen Demontage von Trainer Klaus Augenthaler war auf dem Rasen nicht spürbar. Aachen agierte in der Innenverteidigung für die gesperrten Profis Alexander Klitzpera und Nico Herzig mit Thomas Stehle und Moses Sichone. Als Rechtsverteidiger bestritt Mirko Casper sein erstes Bundesligaspiel von Beginn an. Für Marcus Hesse, der den an einem Magen-Darm-Virus leidenden Torhüter Kristian Nicht vertrat, war die Partie eine Erstliga-Premiere. Wolfsburgs Startelf war die gleiche wie beim 0:2 gegen Dortmund.

Nach 3:19 Toren aus den zurückliegenden sechs Pleiten suchten die Aachener im ersten Duell mit den Niedersachsen auf dem Tivoli seit dem 2. Januar 1977 (3:1 für Aachen) ihr Heil in stürmischen und mit Leidenschaft vorgetragenen Angriffen. Doch Marcelinho (6./9.) hatte für die Gäste die ersten guten Chancen, als der Brasilianer rechts vorbei schoss und dann das Außennetz traf. Dem kämpferisch vorbildlichen Sascha Rösler (23./43.) boten sich für die frenetisch angefeuerten Aachener die besten Möglichkeiten vor dem Wechsel. Auf der Gegenseite war Alexander Madlung bei zwei Kopfbällen (31./35.) gefährlich.

Augenthaler, dessen Amt beim VfL mehr als gefährdet ist, ließ seine Elf nach dem Wechsel offensiver spielen. Peter van der Heyden (49.) deutete mit einem Schuss knapp rechts neben das Aachener Tor an, dass die Niedersachsen nicht nur auf ein 0:0 aus waren. Neun Minuten später verhinderte Hesse gegen Diego Klimowicz mit einem Reflex den Rückstand. Dann gab es für Wolfsburg den Doppel-Schock, als Facundo Quiroga im Strafraum die Hand zu Hilfe nahm, Lehmann den fälligen Elfmeter zum 1:0 verwandelte (65.) und „Joker“ Nemeth nur drei Minuten danach seinen ersten Treffer für die Alemannia erzielte. Hesse verhinderte kurz nach dem 1:0 gegen Cedrick Makiadi den Ausgleich, und wenige Sekunden nach dem 2:0 rettete Moses Sichone für den bereits bezwungenen Aachener Keeper auf der Linie, ehe Lamprecht und Klimowicz doch noch den Ausgleich schafften.

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