Fußball Afrika-Cup: Drogba: Wahl zum Fußballer des Jahres manipuliert

Fußball Afrika-Cup
Drogba: Wahl zum Fußballer des Jahres manipuliert

Nach eigenen Angaben hat Didier Drogba die Wahl zu Afrikas Fußballer des Jahres gewonnen. Nur wegen seiner Abwesenheit bei der Ehrung sei Frederic Kanoute "befördert" worden.

Bei der Wahl zu Afrikas Fußballer des Jahres ist es offenbar nicht mit rechten Dingen zugegangen. Das behauptet zumindest Didier Drogba. Der Stürmerstar der Elfenbeinküste hat den Vorwurf erhoben, dass bei der Entscheidung manipuliert worden sei. Der 28 Jahre alte Star des englischen Pokalsiegers FC Chelsea sagte, nicht Sieger Frederic Kanoute (Mali), sondern er sei eigentlich als Gewinner für die Ehrung vorgesehen gewesen.

Nachdem Drogba, derzeit mit der Elfenbeinküste beim Afrika-Cup in Ghana im Einsatz, jedoch seine Teilnahme an der Preisverleihung in Lome/Togo abgesagt hatte, habe ihn die afrikanische Konföderation CAF zurückgestuft.

Ranghoher CAF-Funktionär droht Drogba

"Ich habe zuvor einen Anruf von einem ranghohen CAF-Funktionär erhalten. Er sagte mir: Wenn ich nicht zur Zeremonie erscheine, dass sich dann die Regeln geändert hätten. Dann wäre ich nicht länger der Erste und der Preis würde an den Zweiten gehen, an Frederic Kanoute", sagte Vorjahressieger Drogba. In seinen Augen habe die Wahl der 53 Nationaltrainer damit an Wert verloren, meinte Drogba und kündigte an: "Ich habe mich entschieden, da nicht mehr mitzumachen."

Wenig später erklärte auch Kanoute, einen entsprechenden Anruf erhalten zu haben. "Die Wahrheit ist, dass sie mir dasselbe erzählt haben, und wenn wir noch nicht ausgeschieden wären, hätte ich vielleicht nicht an der Ehrung teilnehmen können", so Kanoute, der mit Mali bereits vorzeitig beim Afrika-Cup gescheitert war. Ihm sei gesagt worden, auch er habe die Auszeichnung verdient.

Die CAF wies die Aussagen der Spieler zurück. Es habe derartige Anrufe bei Drogba oder Kanoute nicht gegeben, sagte CAF-Sprecher Suleiman Habuba. "Allerdings habe ich Frederic Kanoute getroffen, um ihm zu sagen, dass sein Erscheinen bei der Zeremonie sehr wichtig sei."

Drogba erklärte, er habe aus Respekt vor seinen Mitspielern die Reise nach Togo zwei Tage vor dem Viertelfinale gegen Guinea (5:0) nicht angetreten. Auch der Tod des 23-jährigen Sohns von Ex-Trainer Ulli Stielike am Freitag habe eine Rolle gespielt.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%