Fußball Afrika-Cup: Vogts-Elf unterliegt Elfenbeinküste mit 0:1

Fußball Afrika-Cup
Vogts-Elf unterliegt Elfenbeinküste mit 0:1

Im Duell der Favoriten auf den Sieg beim Africa-Cup besiegte die Elfenbeinküste Nigeria mit 1:0. Das von Berti Vogts trainierte Team aus Nigeria musste damit bereits im ersten Turnierspiel einen Dämpfer hinnehmen.

Misslungener Turnierauftakt für Berti Vogts: Nach einer enttäuschenden Leistung im ersten Gruppenspiel beim Africa-Cup gegen die Elfenbeinküste verlor das von Vogts trainierte nigerianische Nationalteam mit 0:1 (0:0). Den einzigen Treffer der Partie erzielte in der 66. Spielminute der Ivorer Salomon Kalou nach einem traumhaften Solo. Damit stehen die "Super Eagles" aus Nigeria bereits in den kommenden Spielen der Gruppe B unter Druck.

In einem lange Zeit schwachen Duell der technisch stärksten Teams auf dem Schwarzen Kontinent verdiente sich die Elfenbeinküste den Triumph mit einer Steigerung in der zweiten Halbzeit. Kalou, Stürmer beim englischen Pokalsieger FC Chelsea, düpierte vor dem Siegtor (65.) mit einem spektakulären Sololauf gleich vier nigerianische Abwehrspieler und stutzte den "Super Eagles" die Flügel.

Enttäuschter Vogts auf der Pressekonferenz

"Wir haben gegen eine starke Mannschaft verloren, die ein geniales Tor geschossen hat", sagte ein enttäuschter Vogts auf der Pressekonferenz: "Aber es ist kein allzu großes Problem, dass wir das erste Spiel verloren haben. Man macht einen Fehler, vielleicht aus Unerfahrenheit, und das wars. Gegen Mali müssen wir besser spielen."

Vogts' erklärtes Ziel ist und bleibt der Titel, doch vor rund 15 000 Zuschauern im Sekondi-Takoradi-Stadion bot sein Team wie die "Elefanten" statt des erhofften Feuerwerks Magerkost.

Torchancen nur aus der Distanz

Wie schon 2006 in Ägypten, als die Elfenbeinküste Nigeria im Halbfinale (1:0) ausschaltete, neutralisierten sich die offensiv stark besetzten Mannschaften im Mittelfeld. Torchancen kamen daher nur aus der Distanz zustande. Das erste Ausrufezeichen setzten die Ivorer, doch ein gewaltiger 40-m-Schuss von Kolo Toure (9.) brachte Torhüter Austine Ejide nicht wirklich in Bedrängnis.

Vier Minuten später war Vogts schon zum Torjubel von seiner Bank aufgesprungen, doch der knallharte 25-m-Freistoß von Taye Taiwo prallte von der Unterkante der Querlatte zurück ins Feld. Die Szene blieb das letzte Highlight der ersten Hälfte. Der Vorjahresfinalist Elfenbeinküste, der bis kurz vor Turnierbeginn von Ulli Stielike betreut worden war, blieb wie der frühere Olympiasieger Nigeria fast alles schuldig.

Zur zweiten Halbzeit blieb der mit einer Gelben Karte belastete Verteidiger Steve Gohouri (Borussia Mönchengladbach), der von Stielike-Ersatz Gerard Gili wie Arthur Boka (VfB Stuttgart) in die Startformation berufen wurde, in der Kabine. Das Spiel wurde besser. Danny Shittu (49.) setzte einen Kopfball knapp über das Tor der Elfenbeinküste, die durch Kolo Toure ihre erste große Gelegenheit hatte (57.). Im Gegenzug scheiterte der Nigerianer Yakubu Aiyegbeni frei vor Barry, weil er im Gegensatz zu Kalou nicht kaltschnäuzig genug war.

Fabisch verliert mit Benin gegen Mali

Pech hatte Reinhard Fabisch bei seinem Pflichtspiel-Debüt als Trainer der Nationalmannschaft Benins. Gegen Mali verloren die "Eichhörnchen" am ersten Spieltag der Gruppe B in Sekondi-Takoradi trotz einer guten Leistung mit 0:1 (0:0).

Das einzige Tor des Spiels, das nach einem Ausfall des Flutlichts mit 15 Minuten Verspätung begann, erzielte Stürmerstar Frederic Kanoute vom FC Sevilla per Foulelfmeter (49.). Benin ließ in der Schlussphase einige Chancen ungenutzt.

Marokko führt Namibia vor

Ein Offensivspektakel hatte zuvor Marokko geboten, das beim 5:1 (4:1) gegen Namibia den Afrika-Cup-Rekordsieg aus dem Jahr 1970 nur um ein Tor verpasste. Damals hatte die Elfenbeinküste Äthiopien mit 6:1 besiegt. Soufiane Alloudi, bei Al Ain in den Vereinigten Arabischen Emiraten Schützling des deutschen Trainers Winnie Schäfer, war mit drei Toren in den ersten 28 Minuten in Accra für Marokko Wegbereiter des Sieges, zog sich später aber eine Knieverletzung zu.

© SID

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