Fußball am Wochenende
In der Bundesliga wird ab sofort gesprüht

Zuerst wurde nur geschmunzelt, nun wird es auch in der Bundesliga eingesetzt: Das Freistoß-Spray. Der DFB erfüllt so einen Wunsch der Proficlubs. Die Schiedsrichter haben gemischte Gefühle. Die Bundesligavorschau.
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Frankfurt/MainDie ersten Graffitis fanden sich schon vor über 4000 Jahren im Alten Ägypten, ab sofort wird auch im Land des Fußball-Weltmeisters kräftig gesprüht. Wenn das bei der WM erprobte Freistoßspray an diesem Freitag seine Premiere im deutschen Profifußball feiert, geht es jedoch nicht um künstlerische Ausdrucksformen, sondern die klare Botschaft an die Spieler: Bis hierhin und nicht weiter.

„Das Freistoßspray ist nichts Revolutionäres. Dadurch wird sich der Fußball nicht verändern. Wenn eine Dose mal nicht funktioniert, wird das Spiel nicht abgebrochen. Aber es kann zur Beruhigung der Gemüter bei Freistoßsituationen in Strafraumnähe beitragen“, sagte Lutz Michael Fröhlich, Abteilungsleiter Schiedsrichter beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), der Nachrichtenagentur dpa.

Nachdem alle rechtlichen Dinge geklärt wurden, steht der Premiere nichts mehr im Wege. Laut Fröhlich habe der Zwischenhändler in Deutschland die entsprechenden Bestätigungen ausgestellt, dass die Etiketten den EU-Normen entsprechen, und die DEKRA die Verkehrstauglichkeit des argentinischen Produkts geprüft.

„Die nötige Zertifizierung wurde ausgestellt“, berichtete der 57-Jährige. „Ab diesem Wochenende sind die Schiedsrichter also in der Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga mit dem Freistoßspray unterwegs. Und auch im DFB-Pokal wird es ab der nächsten Runde eingesetzt.“

Der DFB erfüllt damit einen Wunsch der Proficlubs, die schon zu Saisonbeginn auf die Einführung des Hilfsmittels gedrängt hatten. „Die Vereine der Liga haben sich sehr stark für eine zeitnahe Einführung eingesetzt. Es kam das einhellige Votum, dass das Spray eine Sache sei, die hilft“, berichtete Fröhlich.

Obwohl es bei der WM zwei, drei negative Beispiele gegeben habe, „die nicht im Sinne der Sache waren, haben wir Schiedsrichter uns an der positiven Grundstimmung orientiert und beschlossen: Okay, wir machen das auch“, erläuterte er weiter.

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