Fußball
Bayern wollen mit Startrekord ins Achtelfinale

Der deutsche Fußball-Meister Bayern München will seinen Siegeszug in Europa fortsetzen und mit einem Startrekord vorzeitig in das Achtelfinale der Champions League einziehen.

dpa MüNCHEN. Der deutsche Fußball-Meister Bayern München will seinen Siegeszug in Europa fortsetzen und mit einem Startrekord vorzeitig in das Achtelfinale der Champions League einziehen.

„Wir wollen Gruppenerster werden, um im Achtelfinale den Heimvorteil im Rückspiel zu haben“, kündigte Torjäger Roy Makaay an, der sich rechtzeitig vor dem Rückspiel gegen Sporting Lissabon in Topform präsentiert. Noch nie startete eine deutsche Mannschaft mit vier Siegen in eine Champions-League-Saison; mit derzeit neun Punkten und 7:0 Toren wollen die Bayern ihre eigene neun Jahre alte Bestmarke toppen, als es neun Punkte und 10:2 Tore gab.

National lieferten die Münchner in dieser Saison zum Teil biedere Leistungen ab und blieben hinter den Vorstellungen der Bremer Spaßfußballer zurück, in der Königsklasse sind sie in ihrer Vorrundengruppe B mit blütenreiner Weste dagegen eine Klasse für sich. „Gegen Lissabon wollen wir den Fans etwas bieten“, versprach Abwehrchef Daniel van Buyten, an dessen Seite wieder der zuletzt starke Martin Demichelis für den verletzten Lucio auflaufen wird. Angesichts von fünf Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten Lissabon ist der Einzug in die K.o.-Runde beim FC Bayern praktisch schon unter Dach und Fach - ein Remis genügt.

„Lissabon wird bei uns vorsichtiger zu Werke gehen als zu Hause. Aber es geht für sie immer noch um Platz zwei in der Gruppe“, sagte Trainer Felix Magath am Montag in München und rechnet anscheinend schon mit Platz eins in der Gruppe. „Das Achtelfinale zu erreichen ist nicht mehr unser Ziel, sondern es als Erster zu erreichen.“ Sollten die Bayern in ihrem Heimspiel gegen Lissabon drei Punkte einfahren und Inter Mailand nicht bei Spartak Moskau (18.30 Uhr) gewinnen, stünden Oliver Kahn & Co. insgesamt zum zehnten Mal und als Gruppensieger zum siebten Mal in der K.o.-Runde. Als Gruppenerster würden die Münchner auf einen Gruppenzweiten treffen und hätten dann im Rückspiel Heimrecht. „Wir haben gegen Mailand gesehen, dass das ein Vorteil ist“, sagte Nationalverteidiger Philipp Lahm mit Blick auf das bittere Achtelfinal-Aus im März.

Bei zwei der drei Königsklassen-Auftritte der Münchner in dieser Saison musste Makaay auf der Bank schmoren. Nach seiner Glanzleistung am Samstag beim 2:0 gegen Eintracht Frankfurt ist er diesmal gesetzt, zumal Angriffspartner Lukas Podolski verletzt ausfällt. „Roy ist auf dem Weg, wieder der Alte zu werden“, sagte Magath, der in dieser Saison meist mit Lob für den Niederländer geizte. „Er gehört zu den besten Torjägern in Europa und darf sich nicht mit wenig zufrieden geben.“

Nicht mehr kritisiert wurde Pizarros Elfmeter-Eigensinn aus dem Spiel gegen Frankfurt. „Mir ist es lieber, er zahlt es mit Toren zurück“, sagte Magath, der ohnehin auf seinen etatmäßigen Elfmeter-Schützen setzt: Roy Makaay verwandelte in der Champions League alle drei Versuche.

Im Hinspiel gegen die Portugiesen war Bastian Schweinsteiger durch sein Traumtor zum 1:0 ein Erfolgsgarant, jetzt muss der Mittelfeldakteur gesperrt zuschauen. Und das ausgerechnet gegen seinen Lieblingstorwart Ricardo, den er schon im kleinen WM-Finale zwei Mal bezwang. Für den spielstarken Schweinsteiger dürfte Kämpfer Hasan Salihamidzic ins Team rücken.

Trotz des 3:3 bei der Generalprobe gegen SC Beira Mar reiste Sporting, das noch nie gegen eine deutsche Mannschaft gewinnen konnte, zuversichtlich nach Deutschland. „Ich mache mir keine Sorgen“, sagte Trainer Paulo Bento. Gemessen an der Heimstärke der Bayern und der Auswärtsschwäche Lissabons hat der Gast eigentlich keine Chance: München ist in der Königsklasse zu Hause seit acht Spielen unbesiegt, die Portugiesen konnten in der Champions League noch nie auswärts gewinnen.

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