Fußball
Blatter kündigt harte Maßnahmen gegen Rassismus an

Der Weltfußball-Verband Fifa will verstärkt gegen Rassismus vorgehen. Präsident Joseph Blatter drohte in Zürich jenen Vereinen harte Sanktionen an, die nicht genug gegen rassistische Aktionen ihrer Fans unternehmen.

dpa ZüRICH. Der Weltfußball-Verband Fifa will verstärkt gegen Rassismus vorgehen. Präsident Joseph Blatter drohte in Zürich jenen Vereinen harte Sanktionen an, die nicht genug gegen rassistische Aktionen ihrer Fans unternehmen.

„Geldstrafen allein genügen nicht. Man kann immer jemanden mit genug Geld finden, der die Strafe bezahlt“, sagte Blatter bei der Jahresabschluss- Pressekonferenz der Fifa in Zürich. Er schloss Sperren, Zwangsabstieg und Ausschluss für Clubs nicht aus.

Blatter kündigte an, dass juristische Experten der Fifa im Januar entscheiden würden, welche Maßnahmen getroffen werden, um das Anti-Rassismus-Regeln der Fifa zu verstärken. Die nationalen Verbände müssen dann beim Fifa-Kongress im kommenden Jahr die vorgeschlagenen Regeln verabschieden. Schon bei der Fifa-Gala am Vortag hatte sich Blatter klar gegen Rassismus und Gewalt im Fußball ausgesprochen. „Wir müssen uns weiter bemühen, Rassismus und Gewalt auszumerzen. Während der WM in Deutschland haben wir die Chance, das Gute im Spiel zu zeigen“, sagte der Schweizer.

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