Fußball
Bremen mit breiter Brust und Klose gegen Barcelona

dpa BREMEN. Ausgerechnet das Star-Ensemble des FC Barcelona soll Werder Bremen den Weg aus dem sportlichen Tief weisen. Nach fünf sieglosen Pflichtspielen macht die Rückkehr von Miroslav Klose den Werder-Verantwortlichen Mut für den Champions-League-Schlager gegen Ronaldinho und Co.

„Wir haben die schwierigste Gruppe. Aber es ist auch gegen Barcelona möglich, mit einem guten Ergebnis und einer guten Leistung wieder eine breite Brust zu bekommen“, sagte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs.

Nach dem 0:2 beim FC Chelsea steht der deutsche Vizemeister bereits im zweiten Gruppenspiel gegen den mit Weltklasse-Profis bestückten Titelverteidiger unter Zugzwang. Torjäger Klose, der zuletzt beim 1:1 in Hamburg wegen einer Knöchelverletzung fehlte, meldete sich rechtzeitig fit zurück. „Ich bin schmerzfrei. Wenn im Abschlusstraining keine negative Überraschung passiert wie am vergangenen Freitag, dann gehe ich davon aus, dass ich spiele“, kündigte der schmerzlich vermisste Stürmer an. „Er ist als sichere Anspielstation enorm wichtig“, sagte sein Kollege Tim Borowski.

Werder-Coach Thomas Schaaf deutete nicht nur wegen des Klose-Comebacks gravierende Änderungen beim Bundesligisten an. Als zweiter Stürmer dürfte Ivan Klasnic eine erneute Chance erhalten, zumal der Portugiese Hugo Almeida mit einer Wadenverletzung ausfällt. Nationalspieler Per Mertesacker steht zwar im Kader, ihm fehlt aber jegliche Wettkampfpraxis. „Er hat eine Chance, von Anfang an zu spielen“, sagte Schaaf.

Wahrscheinlich wird Frank Baumann den Wackelkandidaten Petri Pasanen als Innenverteidiger ersetzen. Dafür würde Christian Schulz ins Mittelfeld rücken. „Ich wollte der Mannschaft nur aufzeigen, was am Mittwoch auf sie zu kommen könnte. Wir haben sehr viele Varianten“, sagte Schaaf und hielt sich bei der Aufstellung wie gewohnt bedeckt.

Die meisten Werder-Profis wissen ohnehin, was auf sie zukommt. Im Vorjahr verloren die Hanseaten trotz ansprechender Leistungen 0:2 und 1:3 gegen den spanischen Meister, der als aktueller Tabellenführer der Primera Division am Mittag auf dem Bremer Fluhafen eintraf. Zwei Ü-Wagen, rund 40 Medienvertreter und zahlreiche Fans und Autogrammjäger empfingen das favorisierte Team.

„Barcelona ist das Maß aller Dinge. Sie sind noch stärker als vergangene Saison“, sagte Schaaf und verwies auf die Zugänge Lilian Thuram und Gianluca Zambrotta von Juventus Turin. Barcelonas Trainer Frank Rijkaard vertraut seinem Sturm-Trio mit Ronaldinho, Samuel Eto'o und Lionel Messi sowie seinem Regisseur Deco. Der Portugiese sprach mit Respekt über das Bremer Team. „Werder war im Vorjahr unser stärkster Rivale in der Gruppe“, sagte Deco.

Die Werder-Profis wollen sich weder von den bekannten Namen noch vom Kombinationsfußball der Katalanen beeindrucken lassen. Die sind, wie zuletzt das 1:1 gegen den FC Valencia zeigte, nicht unverwundbar. „Wir müssen mutig spielen und dürfen sie nicht ins Spiel kommen lassen. Dann können wir für eine Überraschung sorgen“, sagte Torsten Frings. Verteidiger Clemens Fritz, im Vorjahr noch nicht dabei, setzt auf Sieg. „Wir spielen zu Hause und wollen den Dreier“, erklärte der 25-jährige Zugang selbstbewusst.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Werder Bremen: Wiese - Fritz, Naldo, Baumann, Wome - Frings - Borowski, Schulz - Diego - Klose, Klasnic

FC Barcelona: Valdes - Zambrotta, Thuram, Puyol, van Bronckhorst - Iniesta, Edmilson, Deco - Messi, Eto'o, Ronaldinho

Schiedsrichter: Roberto Rosetti (Italien)

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