Fußball
Buchwald hat Interesse am DFB-Sportdirektor-Posten

Guido Buchwald hat Kontakte zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Sachen Sportdirektor-Posten bestätigt und Interesse an der Aufgabe eingeräumt. „Es wäre eine andere Position, aber sehr reizvoll“, meinte der Weltmeister von 1990.

dpa LEIPZIG. Guido Buchwald hat Kontakte zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Sachen Sportdirektor-Posten bestätigt und Interesse an der Aufgabe eingeräumt. "Es wäre eine andere Position, aber sehr reizvoll", meinte der Weltmeister von 1990.

DFB-Präsident Theo Zwanziger hat als verantwortlicher Mann allerdings mit Buchwald direkt noch nicht gesprochen. "Es bleiben mehrere Namen im Gespräch, die wir auch gemeinsam mit Jürgen Klinsmann abhandeln. Es gibt keine Alleingänge", sagte der Verbandschef in Leipzig.

Bundestrainer Klinsmann sieht die Einführung dieser Position als unbedingt notwendig bei der weiteren Modernisierung des deutschen Fußballs. "Wichtig ist, dass diese Person die Entwicklung und Philosophie mitträgt, die wir angestoßen haben", sagte Klinsmann, der mittlerweile zur WM-Auslosung in Leipzig eingetroffen ist.

"Der neue Sportdirektor muss einen Spielstil mit aufbauen, der nach vorn gerichtet ist und auf Tempo beruht. Und er muss dies in die Trainerausbildung und in die Arbeit mit den Landesverbänden einfließen lassen", beschrieb Klinsmann die Anforderungen. Nach den Vorgaben der DFB-Chefs muss der neue Mann auch in einer Übergangszeit fähig sein, das Nationalteam als Trainer zu führen.

Buchwald würde genau ins Anforderungsprofil für die Position des DFB-Sportdirektors passen, wie es Klinsmann und auch Zwanziger entworfen hatten. "Das wäre eine tolle Sache, aber ich stecke noch mitten in der Entscheidungsfindung", sagte Buchwald im Fachmagazin "Kicker". Der Vertrag des 44-Jährigen beim japanischen Club Urawa Red Diamonds läuft nach zwei Vize-Meisterschaften aus.

Nach eigenen Angaben liegt Buchwald ein Angebot von Urawa Red Diamonds vor, den Vertrag beim Club der japanischen J-League um drei Jahre zu verlängern. "Aber es gibt auch zwei, drei Angebote aus der Heimat", sagte Buchwald.

"Es muss stimmen - Person und Sache. Ganz so weit ist es noch nicht", meinte Zwanziger zu der Personaldiskussion. Klinsmann und der DFB wollen die Suche aber noch vor der WM im kommenden Jahr abschließen. "Im nächsten Jahr laufen im Nachwuchsbereich eine ganze Reihe von Trainerverträgen aus. Da wäre es sinnvoll, wenn der neue technische Direktor eingebunden ist. Wir sind es unseren Trainern auch schuldig, dass wir rechtzeitig mit ihnen sprechen", sagte der Geschäftsführende DFB-Präsident. Außerdem sollen in den nächsten Monaten einige Veränderungen in der Nachwuchsförderung auf den Weg gebracht werden.

Vor seinem Eintreffen in Leipzig hatte Bundestrainer Klinsmann in London mit Chelsea-Trainer José Mourinho über die Perspektiven von Robert Huth gesprochen. Huth, den Klinsmann für die WM eingeplant hat, bekommt bei Mourinho zu wenig Spielpraxis. Ob der ehemalige Berliner deshalb in der Winterpause ausgeliehen wird, ist ungewiss. "Letztendlich ist Robert beim FC Chelsea unter Vertrag, der bezahlt ihn. Da haben wir absolut Respekt", hatte Klinsmann schon zuvor geäußert.

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