Fußball Bundesliga
1. FC Köln will Hamburger SV ein Bein stellen

Der 32. Bundesliga-Spieltag wird heute mit vier Partien eröffnet. Dabei empfängt Köln daheim Hamburg und hofft auf einen weiteren Sieg im Abstiegskampf. Zwischen Berlin und Leverkusen geht es um einen Platz im Uefa-Cup.

Der 32. Bundesliga-Spieltag startet heute (20.00 Uhr/live bei Premiere) mit vier Begegnungen. Der Tabellenzweite Hamburger tritt dabei beim abstiegsbedrohten 1. FC Köln an. Für beide Mannschaften ist die Partie von großer Bedeutung - der HSV will Platz zwei, und damit die Qualifikation für die Champions League sichern, während die heimischen "Geißböcke" ihre letzte Chance im Abstiegskampf wahren wollen.

Beim Hamburger SV spricht zwar niemand mehr von der Meisterschaft - einen Beitrag zum vorzeitigen Titelgewinn der Bayern will die Mannschaft von Trainer Thomas Doll beim abstiegsbedrohten 1. FC Köln aber nicht unbedingt leisten. Trotz erheblicher Personalprobleme - Stefan Beinlich, Raphael Wicky, Rafael van der Vaart, Nigel de Jong, David Jarolim und Thimothee Atouba fallen aus, der Einsatz von Kapitän Daniel van Buyten ist eher unwahrscheinlich - strebt der HSV seinen elften Auswärtssieg der Saison an, um mindestens Platz zwei und die Teilnahme an der "Königsklasse" zu sichern.

Beiersdorfer zuversichtlich

"Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft sich den zweiten Platz nicht mehr abjagen lässt. Der Wille, das ganz große Ziel zu erreichen, ist deutlich zu spüren", sagte Sport-Chef Dietmar Beiersdorfer, der auch die Ausfälle nicht als Ausrede gelten lassen will: "Natürlich ist die Personalsituation angespannt, aber in Sorge bin ich trotzdem nicht."

Schon mehr stören die Verantwortlichen des HSV die anhaltenden Wechsel-Gerüchte um van Buyten, der mit Bayern in Verbindung gebracht wird. Doll forderte seine Profis deshalb auf, "dass sich alle nur auf das Wesentliche konzentrieren. Nebenkriegsschauplätze können wir nicht gebrauchen."

Allerdings hat die Partie nicht nur für den HSV besondere Bedeutung. Der 1. FC Köln muss ebenfalls gewinnen, um seine kleine Chance im Abstiegskampf zu wahren. Die Kölner wollen dabei ihren Aufwärtstrend der letzten Wochen fortsetzen.

Zur Einstimmung auf das Abendspiel ließ FC-Trainer Hanspeter Latour seine Profis am Freitag sogar um 20.00 Uhr zum Training antreten, "um die Spieler etwas zu sensibilisieren, dass es am Dienstag von der Anstoßzeit und dem Tagesablauf etwas anders sein wird als bei einem normalen Bundesligaspieltag".

"Uefa-Cup-Endspiel" in Berlin

Ein "Endspiel" steht auch in Berlin beim Duell zwischen Hertha und Bayer Leverkusen an, das nach fünf Siegen in Folge die Mannschaft der Stunde in der Bundesliga ist. So könnte der Tabellenfünfte beim Kampf um den letzten freien Uefa-Cup-Platz durch einen Erfolg bei Verfolger Hertha wohl schon mit dem internationalen Geschäft planen.

Der frühere Leverkusener Yildiray Bastürk sieht jedoch die Berliner im Vorteil. "Wir haben gute Chancen auf Platz fünf, weil wir noch zwei Heimspiele haben, Leverkusen nur noch eins", meinte Bastürk, dessen Einsatz wegen einer Oberschenkel-Verhärtung allerdings noch fraglich ist.

Nur noch theoretische Chancen auf den Uefa-Cup hat Borussia Dortmund. Dennoch verdeutliche Sportdirektor Michael Zorc vor dem Spiel bei Hannover 96, das seit fünf Spielen ohne Sieg ist, durch einen Erfolg den Klassenerhalt jedoch sichern könnte, "dass wir bis zur letzten Patrone kämpfen werden".

Dabei kann BVB-Coach Bert van Marwijk auch Christian Wörns einsetzen. Die Verhandlung gegen den Ex-Nationalspieler wegen seiner Ellbogen-Attacke gegen den Nürnberger Stefan Kießling am vergangenen Spieltag wurde auf Donnerstag vertagt.

Beim Spiel 1. FC Nürnberg gegen Borussia Mönchengladbach feiert "Club"-Coach Hans Meyer ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub. Meyer strebt mit dem 1. FCN einen Sieg an, um endgültig die Klasse zu sichern. Danach würde Meyer seinen Vertrag bei den Franken um zwei weitere Jahre verlängern.

© SID

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