Fußball Bundesliga
100 000 Wolfsburg-Fans feiern bis in den Morgen

Der VfL Wolfsburg ist nach dem Gewinn seiner ersten deutschen Meisterschaft in der Wolfsburger Innenstadt frenetisch gefeiert worden. Fast 100 000 Menschen feierten in der Nacht zum Sonntag den ersten Titel des niedersächsischen Fußball-Bundesligisten, viel davon bis in den Morgen hinein.

HB WOLFSBURG. Nach dem 5:1-Sieg gegen Werder Bremen fuhr das Team von Trainer Felix Magath in einem Cabrio-Autokorso am Samstagabend von der Arena zum Wolfsburger Rathaus. Zahlreiche Anhänger säumten dicht gedrängt die Straßen als der Zug, der von einem Wagen mit VfL-Kapitän Josue, der die Meisterschale trug, Coach Magath, Klub-Aufsichtsratschef Hans-Dieter Pötsch und VW-Vorstandsboss Martin Winterkorn angeführt wurde, sich seinen Weg ins Zentrum bahnte.

Im Rathaus trugen sich die "Wölfe" ins Goldene Buch der Stadt Wolfsburg ein und erhielten aus den Händen von Oberbürgermeister Rolf Schnellecke speziell angefertigte Ehrenmedaillen aus einer Bronze-Legierung. Anschließend präsentierte sich der frisch gebackene Titelträger mit der Meisterschale auf einer großen Bühne auf dem Rathausplatz seinen Fans.

"Sternstunde" für die Stadt

"Es ist ein Traum, hier zu stehen und mit euch die erste deutsche Meisterschaft des VfL zu feiern. Ich bin schon viele Jahre Trainer. Es war bisher aber keine Station so schön wie die zwei Jahre hier in Wolfsburg", sagte Felix Magath zu den Fans. Magath wurde trotz des anstehenden Wechsels zum FC Schalke 04 als Vater des Erfolges gefeiert.

"Ein Fußball-Wunder ist wahr geworden. Einen solchen Triumph hat Wolsburg noch nie erlebt", meinte Oberbürgermeister Schnellecke. Es sei "eine wahre Sternstunde" für die Stadt. Das Spiel gegen Werder hatten neben den 30 000 Fans in der ausverkauften Arena auch mehrere zehntausend Fans in der Innenstadt auf insgesamt sieben Leinwänden verfolgt.

Der VfL Wolfsburg holte zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte die Meisterschale. Damit ist auch erstmals seit 42 Jahren wieder eine Mannschaft aus Niedersachsen deutscher Fußball-Meister geworden. Zuletzt gewann der Lokalrivale Eintracht Braunschweig den Titel 1967.

Während die Fans in der Stadt die Nacht zum Tage machten, zogen sich die Spieler und die Vertreter des Vereins in ein nobles Hotel zurück. Dort ging die Feier der Mannschaft nach einer Fernsehübertragung weiter.

Der zu 100 Prozent VW gehörenden Werksclub war 2006 und 2007 nur knapp dem Abstieg entronnen war und gewann nach nur zwei Jahren unter Trainer und Manager Magath den Titel. "Das ist für unser Land eine große Sache", betonte Ministerpräsident Wulff.

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