Fußball Bundesliga
1 899 in Stuttgart auf der Suche nach alter Form

Im Südwest-Duell beim VfB Stuttgart sucht Bundesliga-Neuling 1 899 Hoffenheim heute den Weg aus der "Frühjahrs-Krise". Spitzenreiter Hertha BSC muss in Wolfsburg ran,

Vierkampf um die Spitze und drei direkte Duelle im Abstiegskampf: Während Rekordmeister Bayern München die drei "H's" Hertha, Hoffenheim und Hamburg beim anvisierten Gipfelsturm möglich schnell hinter sich lassen will, kommt es am 21. Bundesliga-Spieltag im Tabellenkeller zu direkten Duellen zwischen den Abstiegskandidaten Mönchengladbach und Hannover, Karlsruhe und Frankfurt sowie Bielefeld und Bochum.

"Wir schießen nicht genug Tore, das ist das einzige Problem", sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß der AZ vor dem Heimauftritt heute (15.30 Uhr/live bei Premiere) gegen den 1. FC Köln nach zwei Niederlagen in drei Rückrundenspielen betont gelassen und ergänzte: "Unser Ziel ist ja kein Zwischenresultat nach dem 20. Spieltag, sondern das Ziel liegt in Mitte, Ende Mai." Meisterschaft, die 22., soll es dann heißen.

Auf dem Weg dahin muss Trainer Jürgen Klinsmann möglicherweise auf den lange Zeit verschmähten Lukas Podolski zurückgreifen - und das ausgerechnet gegen dessen ehemaligen und künftigen Klub. Er habe keine Sorge, "dass er aufs eigene Tor schießt", scherzte Hoeneß. Die gesetzten Stürmer des Tabellenvierten, Luca Toni und Miroslav Klose, waren in den vergangenen Tagen angeschlagen. Ihr Einsatz war zuletzt fraglich.

Der Bayern-Coach hatte bereits gegenüber dem sid deutlich gemacht, wie wichtig es in den kommenden Wochen sei, dass alle an einem Strang ziehen: "Die Bundesliga ist ein Muss für uns. Wir machen den Spielern Woche für Woche klar, dass es sehr, sehr wichtig ist, Meister zu werden, um in Deutschland die Nummer eins zu bleiben und um sich für die nächste Saison die Champions League zu sichern."

Gegen Leverkusen hatte Hoffenheim, zuletzt eine deftige 1:4-Niederlage kassiert. "Ich bin überzeugt, dass die Spieler die richtige Reaktion zeigen werden", sagte Coach Ralf Rangnick vor dem Baden-Württemberg-Derby bei seinem Ex-Klub VfB Stuttgart, nachdem er gefordert hatte: "Wir müssen zu unseren Wurzeln zurückkehren. Wenn die Jungs wie Popstars gehypt werden und drei Monate lang über Gott und die Welt befragt werden, nur nicht über Fußball, ist es zutiefst menschlich, wenn sie irgendwann selbst glauben, sie wären alle kleine Riberys".

"Es muss den Gegnern wieder weh tun"

Die absolute Lauf- und Kampfbereitschaft müsse wieder zurückkehren, "es muss den Gegnern wieder weh tun, gegen uns zu spielen", sagte Rangnick. Verzichten muss der auf Platz zwei abgerutschte Herbstmeister voraussichtlich auf Torwart und Ex-VfB-Keeper Timo Hildebrand, der an Oberschenkelbeschwerden laboriert.

Im Tabellenkeller kehrt derweil Mikael Forssell mit Hannover 96 an seine alte Wirkungsstätte zurück. Mit sieben Toren in 16 Spielen hatte der finnische Stürmer maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt 2003, nun könnte er seinen Ex-Klub am Tabellenende weiter Richtung 2. Liga schießen. Zumal sich zeitgleich die Konkurrenten Arminia Bielefeld und VfL Bochum genauso wie der Karlsruher SC und Eintracht Frankfurt gegenseitig die Punkte abnehmen.

© SID

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