Fußball Bundesliga
Aachener Trainerkarussell dreht auf höchster Stufe

So schnell wie möglich will Alemannia Aachen seinen neuen Cheftrainer präsentieren. Wenn es nach Manager Jörg Schmadtke geht, schon am Dienstag. Noch in der Verlosung sind Luhukay, Fach und Adriaanse.

Im Schnellverfahren will Alemannia Aachen die vakante Stelle des Cheftrainers mit Leben füllen. Nach dem überraschenden Wechsel von Coach Dieter Hecking zum Ligakonkurrenten Hannover 96, der mit rund 750 000 Euro "Ablöse" versüßt wurde, stehen vor allem Holger Fach, Jos Luhukay und Co Adriaanse als mögliche Nachfolger hoch im Kurs.

Sportdirektor Jörg Schmadtke, der zusammen mit Co-Trainer Dirk Bremser am Sonntag den Bundesliga-Aufsteiger beim 2:0-Pokalerfolg beim Chemnitzer FC betreute, will möglichst schnell den neuen Mann präsentieren. "Ideal wäre der Dienstag, weil der neue Trainer dann die ganze Vorbereitung auf das nächste Punktspiel bestreiten könnte", sagte Schmadtke: "Aber wann läuft es im Fußball schon ideal."

"Ideal wäre der Dienstag"

Luhukay war beim Zweitligisten SC Paderborn noch vor dem ersten Saisonspiel zurückgetreten, weil er sich von der Führung nicht genügend über mögliche Neuzugänge informiert gefühlt hatte. Schmadtke kennt Fach, Ex-Coach von Borussia Mönchengladbach und des VfL Wolfsburg, noch aus gemeinsamen Profi-Zeiten bei Fortuna Düsseldorf.

Der namhafteste Kandidat ist allerdings der Niederländer Adriaanse, der zuletzt beim portugiesischen Meister FC Porto gearbeitet hatte. Dort entschied er sich ebenfalls zur Demission, nachdem er vom Vorstand kritisiert worden war. Mit AZ Alkmaar spielte der Coach einst im Uefa-Cup gegen die Alemannia und warf den damaligen Zweitligisten im Februar 2005 in der dritten Runde raus.

Samstag Derby gegen Mönchengladbach

Am kommenden Samstag (15.30 Uhr/live bei arena) im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach soll der neue Trainer aber schon in Amt und Würden sein. "Wir leben seit einer Woche in einer absoluten Ausnahmesituation", bekannte Sascha Rösler, "wir freuen uns aber auf den neuen Trainer. Wir wollen wissen, woran wir sind und wieder konzentriert arbeiten."

Dass mitten in der Saison der Trainer die Freigabe für einen Mitkonkurrenten erhalten hat, ist für Abwehrspieler Moses Sichone eigentlich kein Problem: "In der Mannschaft stehen Profis, die müssen damit umgehen können, auch wenn der Trainer weg ist und wir zunächst nicht wussten, was wir machen sollten."

Dass Co-Trainer Bremser seinem langjährigen Partner Hecking in Richtung niedersächsische Landeshauptstadt folgt, ist indes sehr wahrscheinlich. "Ich habe einen Vertrag in Aachen, aber in den nächsten Tagen werden noch Gespräche geführt. Es hängt auch davon ab, wer der neue Trainer in Aachen wird", sagte Bremser nach dem Pokalsieg beim sächsischen Viertligisten CFC. Diese Äußerung erzürnte wiederum Schmadtke. "Ein Bekenntnis zum Verein sieht anders aus. Es ist sehr merkwürdig, welche Auffassung Herr Bremser vertritt", sagte Schmadtke.

© SID

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