Fußball Bundesliga
Alemannia überrumpelt dezimierte „Wölfe"

Dank Geburtstagskind Nico Herzig hat Alemannia Aachen in der Bundesliga den erlösenden Befreiungsschlag geschafft. Der Aufsteiger gewann nach zuvor acht Spielen in Folge ohne Sieg beim VfL Wolfsburg mit 2:1 (0:0) und setzte sich damit um drei Punkte von den Abstiegsplätzen ab. Innenverteidiger Herzig, der am Sonntag seinen 23. Geburtstag feierte, nutzte dabei in der 77. Minute einen groben Schnitzer von VfL-Keeper Simon Jentzsch zum Siegtreffer für die Gäste.

WOLFSBURG. Zuvor hatte Laurentiu Reghecampf mit einem von Kevin Hofland abgefälschten Freistoß (71.) die Führung der Gastgeber durch Nationalspieler Alexander Madlung (50.) ausgeglichen. Damit wartet der VfL, der Abwehrspieler Facundo Quiroga bereits nach 28 Minuten durch eine Gelb-Rote Karte verlor, nun schon seit fünf Spielen auf einen Sieg und muss sich bei nur einem Punkt Vorsprung auf Aachen wieder in Richtung Tabellenkeller orientieren. Zudem müssen die Wolfsburger im abschließenden Vorrundenspiel am kommenden Sonntag bei Tabellenführer Werder Bremen antreten und dort auf Quiroga verzichten.

Die Wolfsburger bemühten sich vor 19 891 Zuschauern in der Anfangsphase vergeblich, das Spiel zu machen. Aus dem Mittelfeld kamen nur wenig Impulse, die Kombinationen wirkten oft umständlich und wenig zielgerichtet. Aachens Schlussmann Stephan Straub, der den Vorzug vor Kristian Nicht erhalten hatte und nicht immer souverän erschien, wurde in der ersten Halbzeit nicht einmal ernsthaft geprüft.

Auch die Alemannia kam erst nach mehr als 20 Minuten ein wenig besser ins Spiel und hatte durch Marius Ebbers die einzig nennenswerte Chance vor der Pause. Allerdings gelang es dem Angreifer nicht, den Ball aus kurzer Distanz platziert aufs Tor zu bringen (21.).

Nach dem frühen Platzverweis für Quiroga wechselte VfL-Trainer Klaus Augenthaler Stürmer Isaac Boakye aus und versuchte, die Defensive durch die Hereinnahme von Madlung zu stabilisieren. Bis zur Halbzeit konnte Aachen aus der Überzahl dann auch keinen Profit schlagen.

Stattdessen sorgte Madlung fünf Minuten nach dem Seitenwechsel sogar für die Führung der "Wölfe". Der Innenverteidiger verwertete eine Freistoß-Hereingabe von Jacek Krzynowek aus kurzer Distanz per Kopf. Nach dem 1:0 hätten die Wolfsburger sogar noch erhöhen können. Aachen schlug jedoch zurück, wobei der VfL die Gäste bei beiden Toren tatkräftig unterstützte.

© SID

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