Fußball Bundesliga
Asamoah: "Die Leute in Ghana waren entsetzt"

Nach den Vorfällen in Rostock, als Schalkes Gerald Asamoah im Pokal bei Hansa II mit rassistischem Gebrüll beleidigt wurde, sorgt sich der Nationalspieler um das Image Deutschlands: "Die Leute in Ghana waren entsetzt."

Das Image Deutschlands in der Welt bereitet Nationalspieler Gerald Asamoah Sorgen. "Viele Menschen im Ausland verbinden Deutschland mit Ausländerfeindlichkeit. Bei der WM 2006 hat die Welt gestaunt, dass die Deutschen ganz anders sein können. Auch in Ghana waren die Leute begeistert, fast schon erleichtert. Doch was mit mir in Rostock passiert ist, lief in Ghana im Radio. Auch in anderen Ländern. Die Leute waren entsetzt. Das Affengebrüll hat dazu geführt, dass einige in Afrika wieder das Bild von Deutschland haben, das vor der WM galt. Das haben die Idioten geschafft", meinte der gebürtige Ghanaer im Interview mit dem Fachmagazin Kicker.

Rassistische Vorfälle in Rostock

Asamoah war im Pokalspiel mit seinem Klub Schalke 04 bei der Zweitvertretung von Hansa Rostock im vergangenen Monat mit rassistischem Gebrüll beleidigt worden. Der Stürmer, der wegen eines Schien- und Wadenbeinbruchs rund ein halbes Jahr pausieren muss, befürwortete es trotz der Vorfälle an der Ostsee aber, dass das Länderspiel der DFB-Auswahl am kommenden Samstag in Rostock gegen Georgien stattfindet und nicht verlegt wurde, "weil sich auch in Rostock viele Menschen auf die Nationalmannschaft freuen. Das dürfen diese Idioten nicht kaputtmachen."

Sollte Asamoah wegen seiner Hautfarbe auch einmal im DFB-Trikot solche Reaktionen widerfahren, würde er ernsthaft einen Rücktritt aus der Nationalelf in Erwägung ziehen. "Dann müsste ich wirklich nachdenken. Macht es dann noch Sinn, für Deutschland zu spielen. Die Frage stellt sich dann. Sehr ernsthaft sogar. Ich hoffe aber, dass die Leute so etwas nicht machen."

© SID

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