Fußball Bundesliga
Auch BVB-Boss Watzke fordert den "Salary Cap"

Auch Hans-Joachim Watzke hat sich für einen "Salary Cap" ausgesprochen. "Es soll nur noch ein bestimmter Prozentsatz des Jahresumsatzes für Personalkosten eingesetzt werden können", sagte der Dormunder Manager.

Auf dem Weg zur Chancengleichheit des Vereins-Fußballs in Europa hat Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des börsennotierten Bundesligisten Borussia Dortmund, für den so genannten Salary Cap plädiert. "Es soll nur noch ein bestimmter Prozentsatz des Jahresumsatzes für Personalkosten eingesetzt werden können. Man muss klare Regeln setzen", forderte Watzke auf der Aktionärsversammlung des BVB. Man solle in die Mannschaft investieren, aber nur das, was man auch vorher verdient habe, ergänzte der 47-Jährige mit dem Hinweis auf die Investitionen des milliardenschweren Besitzers Roman Abramowitsch in den englischen Klub FC Chelsea.

Zugleich bekannte sich Watzke auch im Namen des BVB zur Solidarität in der Liga, einer gewissen Umverteilung von den großen auf die so genannten kleineren Klubs. "Doch auch die muss Grenzen haben", sagte Watzke. Jeder Verein müsse sich selbst positionieren und könne nicht nur auf den Segen der anderen hoffen. Watzke bezog sich auf die Klagen einiger Klubs zur Verteilung der TV-Gelder.

"Bei uns in der Bundesliga ist die Schere lange nicht so groß wie in anderen Ländern, zum Beispiel Spanien wo Barcelona über 100 Mill. Euro kassiert, der kleine Klub nur fünf Millionen." Die Fernsehgelder dürften, so der BVB-Boss, auch nicht zur Entschuldigung für den drohenden Verlust des dritten Champions-League-Platzes in der Bundesliga herhalten. "Noch profitiert die Bundesliga vom Nachhall der WM. Doch nunmehr ist die Bundesliga auch in der Pflicht, Erfolg vorzuweisen", ergänzte Watzke. Alle Verantwortlichen in der Liga müssen sich doch hinterfragen, wenn man in der Fünfjahreswertung von Portugal oder Rumänien, wo zudem weniger TV-Gelder gezahlt würden, überholt werde.

© SID

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