Fußball Bundesliga
Auch gegen Hansa kein Bielefelder Sieg

Arminia Bielefeld tritt im Bundesliga-Abstiegskampf auf der Stelle. Nach dem 1:1 (0:0) im Kellerkick gegen Hansa Rostock wartet Coach Michael Fontzeck weiter auf den ersten Sieg.

Die tief in die Krise gestürzte Arminia aus Bielefeld hat mit einem Teilerfolg ein erstes Lebenszeichen in der Rückrunde der Bundesliga abgegeben. Die Ostwestfalen erkämpften sich in einem lange Zeit ereignisarmen Keller-Duell bei Hansa Rostock ein 1:1 (0:0) und holten den ersten Punkt im sechsten Pflichtspiel unter Trainer Michael Frontzeck. Fraglich bleibt, ob der seit 60 Tagen im Amt stehende Ex-Nationalspieler damit seinen Job vorerst gerettet hat.

Christian Eigler hatte die Arminia mit seinem Treffer sechs Minuten vor dem Ende sogar vom Sieg träumen lassen, nur drei Minuten später gelang Fin Bartels mit einem sehenswerten Fallrückzieher aber der Ausgleich. Für den 21 Jahre alten Mittelfeldspieler war es der erste Bundesliga-Treffer überhaupt.

Anders als bei der 0:2-Blamage gegen den MSV Duisburg vor einer Woche, als die Arminia-Fans vehement den Rauswurf Frontzecks gefordert hatten, zeigten die Bielefelder zumindest Einsatzwillen, auch wenn im Angriff erneut die Durchschlagskraft fehlte. Die beste Möglichkeit zur Führung vergab Stürmer Artur Wichniarek mit einem kläglich verschossenen Foulelfmeter in der 17. Minute. Die Rostocker, die ihr 400. Bundesligaspiel absolvierten, haben auf Platz 14 nach wie vor drei Punkte Vorspung auf Bielefeld.

Frontzeck hatte sein Team in ein viertätiges Trainingslager in Bad Segeberg zurückgezogen und auf das "Abstiegs-Endspiel" eingeschworen. Zudem wechselte er gegenüber der Duisburg-Partie seine Startelf auf vier Positionen und setzte auf ein offensiveres System.

Diese Maßnahmen zeigten vor etwa 15 000 Zuschauern im Ostseestadion bis auf die Elfmetersituation, als der Rostocker Marc Stein Thorben Marx leicht behindert, zunächst wenig Wirkung. Beide Teams hatten bei böigem Wind Schwierigkeiten, ihr Angriffsspiel aufzuziehen.

Mit zunehmender Spielzeit wurden die Gastgeber etwas mutiger, Torgefahr gab es aber fast nur nach Standards wie bei den Kopfballchancen von Orestes (32.) und Victor Agali (35.). Auf der anderen Seite scheiterten Sibusiso Zuma ebenfalls per Kopf (41.) sowie Bernd Korzynietz mit einer verunglückten Flanke (45.) am starken Wächter. So ging Arminia zum 14. Mal in Folge ohne eigenen Treffer in die Halbzeit - Bundesliga-Rekord.

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag, als Enerico Kern für Hansa nach einer Direktabnahme die Latte traf. Die Hausherrern erhöhten den Druck, Bielefeld verlagerte sich mehr und mehr auf Konter.

© SID

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