Fußball Bundesliga
Auch Slaven Bilic sagt Schalke ab

Der FC Schalke 04 sammelt derzeit einen Korb nach dem anderen: Nachdem Ende vergangener Woche nach vielen anderen auch Wunschkandidat Oliver Kahn das Angebot des Fußball-Bundesligisten aus Gelsenkirchen für den Managerposten ausgeschlagen hatte, handelt sich der Klub auch für die zweite vakante Führungsposition, die des Cheftrainers, erste Absagen ein.

HB ZAGREB. Der kroatische Nationaltrainer Slaven Bilic wird nicht neuer Cheftrainer des FC Schalke 04. Das gab der 40 Jahre alte Bilic am Montag auf einer Pressekonferenz des kroatischen Fußball- Verbandes in Zagreb bekannt. Bilic bestätigte aber, dass die Verantwortlichen des Schalker Bundesligisten ihn als Nachfolger des am vergangenen Donnerstag beurlaubten Fred Rutten verpflichten wollten. Er habe aber abgesagt. "Ich habe wiederholt, was ich immer gesagt habe. Ich bin momentan nur auf die kroatische Nationalmannschaft fokussiert", sagte der ehemalige Bundesliga-Profi des Karlsruher SC.

"Die Leute von Schalke waren am Sonntag in Zagreb. Wir haben gesprochen. Es ist für mich eine große Ehre, dass ich bei so einem großen Klub ein Kandidat bin", berichtete Bilic: "Ich habe mich bedankt und gesagt, dass ich mich auf die kroatische Mannschaft konzentriere." Mit Kroatien bestreitet Bilic am Mittwoch das nächste WM-Qualifikationsspiel in Andorra.

Zeitgleich verschickte Schalke eine Pressemitteilung, in der der Klub "einen direkten Kontakt zwischen dem kroatischen Nationalcoach und dem Vorstand des Klubs" dementierte. Bilic werde "kein Trainer beim FC Schalke 04, weder als Interimslösung bis zum Ende der laufenden Spielzeit, noch zur kommenden Saison.

Damit verläuft die Suche des krisengeschüttelten Bundesligisten nach einem neuen Cheftrainer - ob bis zum Saisonende oder darüber hinaus - bislang genauso ergebnislos wie die Fahndung nach einem neuen Manager. Ein Nachfolger von Andreas Müller sollte eigentlich schon in der Vorwoche gefunden sein, um die kommende Spielzeit zu planen und die Suche nach einer langfristigen Trainerlösung voranzutreiben. Zuletzt hatte jedoch der Top-Favorit des Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies, Ex-Nationaltorhüter Oliver Kahn, Schalke eine Absage erteilt und dies mit anderen Verpflichtungen und Zeitmangel begründet. "Ich könnte das nicht mit 100 Prozent machen."

Auch alle anderen bisher gehandelten Kandidaten von Oliver Bierhoff über Ottmar Hitzfeld, Felix Magath und Matthias Sammer bis hin zu Huub Stevens und Rudi Völler haben bisher lediglich ihr Desinteresse an einem Engagement auf Schalke signalisiert. Wie das weitere Vorgehen geplant ist, davon hörte man von den Schalker Verantwortlichen auch am Montag nichts Neues.

Unterdessen leiteten die bisherigen Co-Trainer Michael Büskens und Youri Mulder wieder das Training in Gelsenkirchen. An diesem Freitag muss die Mannschaft zum Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld antreten.

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