Fußball Bundesliga
Aufsteiger KSC hat Blut geleckt

Mit zwei Spielen endet heute der zehnte Spieltag der Bundesliga. Aufsteiger KSC spielt gegen Bielefeld und will seine Rolle als "Bayern-Jäger" weiter auskosten. Im zweiten Spiel trifft Hannover im Derby auf Wolfsburg.

Aufsteiger Karlsruher SC hat Blut geleckt und will seine Rolle in der Bundesliga als Bayern-Jäger Nummer eins behaupten. "Wir wissen genau, wie es geht, um oben zu bleiben: Erst kämpfen, dann Fußball spielen. Wir haben bewiesen, dass wir das können", erklärte KSC-Profi Christian Timm vor dem Spiel gegen Arminia Bielefeld. In der zweiten Begegnung am heutigen Sonntag (17.00 Uhr/live bei Premiere) kommt es zum Niedersachsen-Duell zwischen Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg.

Der Überraschungszweite Karlsruhe strotzt vor allem nach dem 2:0 bei Vize-Meister Schalke 04 vor Selbstbewusstsein. "Natürlich gibt das einen Schub, wenn man sowohl als Mannschaft als auch selbst Erfolg hat", meinte Timm, der auf Schalke beide Tore erzielte.

Trainer Edmund Becker lässt die Euphorie hingegen weiter kalt und gibt sich wie immer betont bodenständig. "Ich habe mich vielmehr über das 1:5 zuletzt im Testspiel gegen Zweitliga-Schlusslicht SC Paderborn geärgert", sagte Becker: "Ich hoffe, das war für meine Spieler ein Schuss vor den Bug und ein richtiger Wachrüttler."

Für Kapitän Mario Eggimann steht fest: "Wir werden nicht überheblich. Was gestern war, zählt ohnehin nicht - nur das heute und morgen ist wichtig." Zudem warnte Eggimann ausdrücklich vor den Bielefeldern: "Solche Gegner, wo Ramba-Zamba ist, sind besonders gefährlich."

Die stark in die Saison gestarteten Bielefelder hoffen nach vier Pleiten in Folge und dem Absturz auf Rang 13 in Karlsruhe auf einen Neuanfang. Trainer Ernst Middendorp nahm sich in der Kritik selbst nicht aus. "Die Erwartungshaltung war von mir ganz bewusst etwas höher gesetzt worden. Damit sind wir nicht uurechtgekommen", sagte Middendorp: "Jetzt müssen wir uns wieder in kleinen Schritten zurückkämpfen."

Hanke stichelt vor Duell mit Ex-Klub

Bei Hannover 96 heizte Mike Hanke das Duell gegen Wolfsburg mit Sticheleien gegen seinen Ex-Klub zusätzlich an. "Aus meinen zwei Jahren in Wolfsburg vermisse ich nichts. Mein Auto habe ich ja noch", meinte der Stürmer süffisant. Mit Toren will Hanke Hannover weiter in der erweiterten Spitzengruppe etablieren. In vier Spielen zwischen den beiden Klubs traf er schon dreimal - damals noch für Wolfsburg.

Bei den "Wölfen" ist der Rummel um U21-Nationalspieler Ashkan Dejagah abgehakt. Der Offensivspieler mit deutschem und iranischen Pass, der mit seiner Absage für das Länderspiel in Israel für Aufsehen gesorgt hatte, bekommt von Wolfsburgs Trainer Felix Magath volle Unterstützung. "Das Thema ist erledigt", erklärte Magath.

Nach holprigem Saisonstart blieben die Wolfsburger in den vergangenen vier Spielen bei je zwei Siegen und Unentschieden ohne Niederlage und wollen mit einem erneuten Erfolgserlebnis weiter nach oben klettern.



© SID

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