Fußball Bundesliga
Aufstiegs-Trio will Mission "Klassenerhalt" packen

Nach dem gemeinsamen Bundesliga-Aufstieg verfolgen der Karlsruher SC, MSV Duisburg und Hansa Rostock mit dem Klassenerhalt erneut dasselbe Ziel. "Wie wollen dauerhaft in der Liga bleiben", so MSV-Boss Walter Hellmich.

Nach der erfolgreichen Rückkehr in die höchste deutsche Spielklasse verfolgt das Aufstiegs-Trio Karlsruher SC, MSV Duisburg und Hansa Rostock erneut dasselbe Ziel - Klassenerhalt! Wie schwer dieses Vorhaben zu realisieren ist, mussten alle drei Klubs in der Bundesliga-Geschichte bereits schmerzlich erfahren.

Nach neun Jahren Abwesenheit kehrt der KSC als Zweitligameister auf die große Fußball-Bühne zurück und setzt dabei besonders auf die Qualitäten von Torjäger Edmond Kapllani. "Edmond wird ein Großer", sagt Manager Rolf Dohmen über den 24-jährigen Albaner, der in der vergangenen Saison 17 Treffer erzielte. Allerdings müssen die Badener den Abgang von Zweitliga-Torschützenkönig Giovanni Federico (19 Treffer) zu Borussia Dortmund verkraften.

KSC mit Mini-Etat

Doch trotz dieses Verlustes und einem Profikader-Etat von nur 13 Mill. Euro ist Trainer Edmund Becker von der Stärke seiner Mannschaft überzeugt. "Die Liga ist dreigeteilt. Im unteren Drittel gehören wir zur Spitzengruppe", meint Becker, der seit Januar 2005 im Amt ist.

Mit Andreas Görlitz (Bayern München), Spielmacher Tamas Hajnal (1. FC Kaiserslautern) sowie den Stürmern Christian Timm (Spvgg Greuther Fürth) und Alexander Iaschwili (SC Freiburg) verstärkte sich der KSC gezielt. "Unser Vorteil ist, dass viele Spieler mehrere Positionen übernehmen können. Darauf haben wir bei unseren Neuverpflichtungen geachtet", erklärt Becker.

Hansa Rostock plant laut Vorstands-Chef Dirk Grabow einen "langfristigen Verbleib" im Oberhaus. Nach dem Aufstieg 1995 konnte sich Hansa zehn Jahre in der Bundesliga behaupten. Doch mit Verstärkungen hielten sich die Rostocker bislang zurück. Mit Torwart Stefan Wächter (vom Hamburger SV), Abwehrspieler Orestes Junior Alves (Naval de Maio) und Angreifer Addy-Waku Menga (VfL Osnabrück) stehen erst drei Neuzugänge fest. Zwei Defensiv-Akteure und ein Stürmer sollen noch Folgen, um den sofortigen Wiederabstieg zu verhindern.

"Wir wollen aus einer gestärkten Defensive unser Spiel finden", sagt Wächter. Besonders den Abgang des brasilianischen Innenverteidigers Gledson zu Meister VfB Stuttgart gilt es dabei zu kompensieren.

Ein anderes Problem konnte in der Sommerpause bereits gelöst werden. Pagelsdorf gewann den Machtkampf gegen Ex-Manager Stefan Studer, der von seinem Vorgänger Herbert Maronn abgelöst wurde. "Nach dieser Entscheidung hat Frank Pagelsdorf kein Alibi mehr. Der Trainer steht jetzt in der Pflicht", so Aufsichtsratschef Horst Klinkmann.

"Dauerhaft in der Liga bleiben"

Der MSV Duisburg scheint unterdessen aus seinen Fehlern gelernt zu haben und setzte anders als nach dem Aufstieg 2005 (es folgte der direkte Abstieg) mehr auf Qualität statt Quantität. "Wir wollen dauerhaft in der Liga bleiben", meint auch Duisburgs Vorstandsvorsitzende Walter Hellmich. Zahlreiche Neuzugänge sollen helfen, dieses Ziel zu verwirklichen.

Mit Rückkehrer Alexander Meyer (Bayer Leverkusen) sowie Manaseh Ishiaku (FC Brügge), Fernando Santos (Flamengo Rio de Janeiro), Blagoy Georgiew (Roter Stern Belgrad), Christian Tiffert (RB Salzburg), Maicon (Madureira Rio de Janeiro), Marcel Herzog (FC Schaffhausen), Tom Starke (SC Paderborn) und Michael Lamey (PSV Eindhoven) konnte Hellmich seinem Trainer Rudi Bommer einige Wünsche erfüllen.

"Es wird unsere wichtigste Aufgabe sein, die neuen Spieler schnell ins Team zu integrieren. Ansonsten sind wir in der ersten Liga immer Außenseiter und müssen nicht ständig das Spiel machen. Das könnte uns in die Karten spielen", so Ex-Nationalspieler Bommer.

© SID

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