Fußball Bundesliga
Augenthaler will Bayern in die Krise schicken

Bayern München muss nach dem Champions-League-Aus um jeden Preis einen weiteren Rückschlag in der Bundesliga vermeiden. Wolfsburgs Trainer Klaus Augenthaler will den Rekordmeister jedoch heute in die Krise schicken.

Nach dem peinlichen Ausscheiden aus der Champions League beim AC Mailand droht Bayern München am 25. Bundesliga-Spieltag der nächste Rückschlag. Ausgerechnet Ex-Spieler Klaus Augenthaler kann die Bayern durch einen Sieg mit seinem VfL Wolfsburg heute (15.30 Uhr/live bei Premiere) in die Krise schicken.

"Ich habe das 1:4 der Bayern am Fernseher gesehen. Fakt ist, wenn wichtige Spieler nicht in Form sind, sind die Bayern auch nur Durchschnitt", sagte Augenthaler. Der Coach gibt sich vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Klub selbstbewusst, obwohl die Statistik nicht unbedingt für den Tabellen-13. spricht. Von den bislang neun Bundesliga-Heimbegegnungen gegen München gewannen die VW-Städter lediglich eine Partie.

Beim Rekordmeister fürchtet man um die Pole Position in der Liga. "Ich will gar nicht vom zweiten Platz in der Bundesliga reden. Es wäre die nächste Blamage", sagte Bayern-Präsident Franz Beckenbauer. Nach der 1:2-Pleite in der Liga gegen den Hamburger SV beträgt der Vorsprung noch acht Punkte. "Es gibt mehr Baustellen, als ich mir vorgestellt habe", stellte Manager Uli Hoeneß fest.

Magath: "Uns fehlt ein Dreckskerl"

Nach zwei Niederlagen in Folge ist der Ruf nach Verstärkungen beim Rekordmeister unüberhörbar. "Es ist klar, dass wir das Eine oder Andere tun müssen, um die Ziele ins Auge zu fassen, die wir uns alle gestellt haben", meinte Hoeneß. Und auch Trainer Felix Magath hat offenbar erkannt, dass seine Elf auch mit Michael Ballack für europäische Erfolge zu brav ist. "Uns fehlt so ein Dreckskerl", sagte der Coach in Anspielung auf Ex-Spieler Stefan Effenberg.

Erster Bayern-Jäger ist Werder Bremen, der nach seinem unglücklichen Aus in der Champions League durch den Patzer von Keeper Tim Wiese bei Juventus Turin (1:2) mit breiter Brust im Weser-Stadion auflaufen kann. "Ich bin mir sicher, dass die Fans unser Team positiv empfangen", meinte Werder-Coach Thomas Schaaf vor dem Spiel gegen die angeschlagene Hertha aus Berlin. "Man kann erkennen, dass es bei Hertha zurzeit nicht rund läuft. Ich hoffe, dass ändert sich nicht gegen uns."

Bei der Hertha glaubt man trotz der anhaltenden Talfahrt von 13 Pflichtspielen ohne Sieg und jeder Menge Knatsch an eine lösbare Aufgabe. "Von uns erwartet keiner einen Sieg in Bremen. Deshalb ist der Druck nicht so groß", erklärte Trainer Falko Götz, dem die Hertha-Führung unter der Woche das "bedingungslose Vertrauen" ausgesprochen hatte. Die Abwehrspieler Malik Fathi und Alexander Madlung sind nach ihren Sperren wieder im Team.

Zuversichtliche Hannoveraner

Bei Hannover 96 herrscht trotz des 1:2-Dämpfers vom vergangenen Spieltag gegen Schalke 04 vor der Partie bei Aufsteiger MSV Duisburg Zuversicht. "Wir sind ohne Wenn und Aber in der Pflicht zu punkten. Wir müssen den Duisburgern zeigen, dass der Sieger nur 96 heißen kann", erklärte Hannovers Coach Peter Neururer in seiner gewohnt selbstbewussten Art. Nach seiner langen Verletzungspause sitzt Torjäger Thomas Christiansen wieder auf der Bank.

Im Duell zwischen dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund trifft eine der heimschwächsten auf eines der auswärtsschwächsten Teams. Die Borussen sind seit 409 Minuten in der Ferne ohne Torerfolg, so lange wie noch nie in der Vereinsgeschichte. Gegen den VfB Stuttgart fiel das letzte Bundesliga-Tor vor 554 Spielminuten durch Ewerthon im Augsut 2002. "Jedes Spiel ist unglaublich wichtig für uns", sagt BVB-Trainer Bert van Marwijk, der im Schwabenland auf Regisseur Tomas Rosicky und Stürmer Matthew Amoah verzichten muss.

Der FSV Mainz 05 steht nach sechs Partien ohne Sieg und dem Fall auf Platz 16 vor der Partie gegen Borussia Mönchengladbach unter Druck: "Da müssen wir dreifach punkten", sagt Manager Christian Heidel. Im Mittelfeld-Duell zwischen Arminia Bielefeld und Bayer Leverkusen könnte die Stunde für Ex-Nationalspieler Tobias Rau schlagen. Nach fünf Spielen ohne Einsatz gibt der ehemalige Bayern-Spieler unumwunden zu: "Natürlich bin ich unzufrieden."

Latour: "Das ist ein echtes Endspiel"

Schlusslicht 1. FC Köln schöpft nach dem 4:2-Paukenschlag bei Hertha BSC am vergangenen Spieltag wieder Hoffnung. Nach 18 Liga-Spielen ohne Sieg feierte die Mannschaft von Trainer Hanspeter Latour ein Erfolgserlebnis und geht selbstbewusst in die Heimpartie gegen den 1. FC Nürnberg. "Das ist ein echtes Endspiel", sagte der FC-Coach.

© SID

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