Fußball Bundesliga
Ausfälle überschatten BVB-Duell gegen Bremen

Borussia Dortmund und Werder Bremen müssen heute zum Auftakt des fünften Bundesliga-Spieltags im direkten Duell auf mehrere Spitzenspieler verzichten. Weitere neun Spieler waren zuvor noch international unterwegs.

Ein Dutzend Spieler fehlen Borussia Dortmund und Werder Bremen insgesamt zum Auftakt des fünften Bundesliga-Spieltages am heutigen Freitag (20.30 Uhr/live bei Premiere) und weitere neun Spieler kommen aufgrund von Länderspielen erst einige Stunden vor Anpfiff an. In der Vorbereitung war Improvisation gefragt, aber jetzt lockt der zweite Tabellenplatz.

"Die Mannschaft, die sich nicht in Ausreden flüchtet, wird Vorteile haben", sagte BVB-Trainer Thomas Doll. Dem Dortmunder Coach ging es in der Länderspielwoche nicht anders als seinem Bremer Kollegen Thomas Schaaf. Neun Spieler waren mit ihren Nationalmannschaften unterwegs, der Paraguayer Nelson Valdez soll am Freitag, aus Kolumbien kommend, mit zwei Zwischenlandungen als Letzter wieder in Dortmund eintreffen.

Nur einen halben Tag früher sollte Bremens Mittelfeldstar Diego wieder für Werder auf dem Platz stehen. Am Donnerstagabend erwartete Schaaf den Brasilianer aus den USA zurück, wo der Rekordweltmeister zwei Länderspiele bestritt. Der Coach rechnet trotz der Reisestrapazen fest mit Diego, der für die "Selecao" nur fünf Minuten zum Einsatz kam. "Wir wissen, dass er mit solchen Situationen sehr professionell umgeht, er kennt seinen Körper gut und wird schon den Rückflug zum Regenerieren genutzt haben", sagte Schaaf.

Während Doll vor allem die Ausfälle des gesperrten Torhüters Roman Weidenfeller sowie der verletzten Sebastian Kehl (Entzündung im Knie) und Alexander Frei (Muskelfaserriss) schmerzen, könnte Schaaf stundenlang über das Bremer Verletzungspech lamentieren. Der jüngste Fall: Carlos Alberto, der eigentlich in Dortmund sein Comeback geben sollte, musste wegen erneuten Knieproblemen passen.

"Wir müssen Geduld haben", sagte Schaaf, der sich den Einstand des acht Mill. Euro teuren Hoffnungsträgers anders vorgestellt hatte. Nach einem Schwächeanfall und Knieproblemen fehlt der Neuzugang nun weiter und ist die Nummer acht im Bremer Lazarett. Die Abwehrspieler Clemens Fritz (Bauchmuskelzerrung) und Pierre Wome (Aufbautraining), die Mittelfeldspieler Torsten Frings und Tim Borowski (beide Knieverletzung) sowie die Angreifer Martin Harnik (Sprunggelenkverletzung), Aaron Hunt (Knieprobleme) und Ivan Klasnic (Reha) stehen ebenfalls nicht zur Verfügung. Positiv ist einzig die Nachricht, dass Patrick Owomoyela nach auskurierter Fußverletzung wieder zum Kader gehört.

Doch die Personalprobleme bringen Schaaf nicht aus der Ruhe. "Dortmund hat auch einige verletzte Spieler zu verkraften", merkte er an. Vielmehr setzt der Werder-Coach darauf, dass sein Team den steilen Aufwärtstrend mit drei Pflichtspielsiegen vor der Länderspielpause auch nach der Unterbrechung fortsetzt: "Wir haben mit einem positiven Erlebnis aufgehört und starten deswegen wieder mit einem guten Gefühl."

In guter Erinnerung haben die Bremer den letzten Auftritt in Dortmund: Am 15. April dominierten sie beim 2:0-Sieg nach Belieben. Mit vier Punkten in zwei Spielen setzte Werder auch in dieser Saison die Auswärtstärke der vergangenen Spielzeit fort.

Dortmund dagegen muss nach der "Aufbauhilfe Ost" durch Energie Cottbus (3:0) und Hansa Rostock (1:0) beweisen, ob der Weg nach katastrophalem Start wirklich nach oben führt. "Das Spiel gegen Bremen ist der erste echte Gradmesser", meinte Doll. Und Sportdirektor Michael Zorc ergänzte: "Jetzt können wir wirklich zeigen, wo wir hin wollen."

© SID

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