Fußball Bundesliga
Ballack-Poker geht in die nächste Runde

Nachdem Bayern-Star Michael Ballack nun doch sein Schweigen gebrochen hat, hofft man in München trotz des zurückgezogenen Vertragsangebots noch auf den Verbleib des Kapitäns. Zugleich brodelt aber die Gerüchteküche in Sachen möglicher Nachfolger.

HB MÜNCHEN. Ballack schließt auch nach dem vom verein zurückgezogenen Vertragsangebot einen Verbleib beim deutschen Rekordmeister nicht aus. „Ich habe mich zum jetzigen Zeitpunkt einfach noch nicht entschieden. Ich habe Bayern nie abgesagt. Es ist jederzeit möglich, dass ich mich für den FC Bayern entscheide“, sagte der Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft der Münchner Zeitung „tz“.

Am Montag hatte der Verein sein Vertragsangebot offiziell zurückgezogen und damit den seit Wochen andauernden Millionen-Poker um einen neuen Vier-Jahres-Vertrag mit dem 29-Jährigen erst einmal gestoppt. Als Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Abend bei der Jahreshauptversammlung den 1 349 anwesenden Mitgliedern am Münchner Nockherberg verkündete, dass der Verein ab sofort den Markt nach einem Nachfolger sondieren werde, brandete sogar lauter Beifall auf.

Wesentlich zurückhaltender nahmen indes die Verantwortlichen die Tatsache auf, dass Ballack seine Entscheidung erneut vertagt hat. "Das Thema interessiert mich noch immer herzlich wenig. Für mich hat sich doch nichts geändert. Es gab gestern keine Entscheidung, und es gibt heute keine. Es ist doch noch nichts passiert", sagte Trainer Felix Magath gelassen.

Der Bayern-Coach erwartet keine negativen Auswirkungen für den weiteren Saisonverlauf - im Gegenteil. "Michael geht mit der Situation gut um, und er spielt gut. Das ist wichtig für mich. Ich glaube sogar, dass er sich jetzt noch mehr reinkniet."

Es gebe auch keinerlei Dissonanzen. "Michael ist nicht unangenehm berührt, weil der Verein sein Angebot zurückgezogen hat. Das Verhältnis ist in Ordnung", wusste Magath nach einem Gespräch mit seinem Star am Dienstag zu berichten. Zudem glaube er ohnehin daran, "dass er bei uns bleibt". Auch Rummenigge erklärte, dass dies "nicht zwangsläufig heißt, dass Michael uns verlassen wird".

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