Fußball Bundesliga
Bayer ist zurück in der Bundesliga-Tristesse

Liga-Tristesse nach Pokal-Gala: Vier Tage nach dem berauschenden Sieg gegen Bayern München ist Bayer 04 Leverkusen in der Fußball-Bundesliga gegen einen dezimierten Abstiegskandidaten nicht über ein ernüchterndes Remis hinausgekommen. Die Werkself erreichte am Sonntagabend zum Abschluss des 23. Spieltags nur mit Mühe und Not ein 1:1 (0:1) gegen den VfL Bochum und wartet damit auch nach dem dritten Heim-Punktspiel im Düsseldorfer Exil weiter auf den ersten Meisterschafts-„Dreier“ im Ausweichquartier LTU Arena.

HB DÜSSELDORF. Bayer verliert als Siebter immer mehr den Anschluss an die Uefa-Cup-Plätze. Der Abstand beträgt nunmehr fünf Punkte, am kommenden Wochenende steht das Gastspiel bei Spitzenreiter Hertha BSC Berlin an.

Die Bochumer sammelten dagegen einen wichtigen Zähler im Kampf um den Klassenerhalt und bauten vor dem Heimspiel gegen Meister München den Vorsprung zu den Abstiegsplätzen auf drei Zähler aus. Kapitän Christoph Dabrowski ließ die Westfalen mit einem Kopfballtreffer sogar von einem Sieg träumen, doch Bayer-Torjäger Patrick Helmes bescherte den Leverkusenern mit seinem 17. Saisontor per Handelfmeter (66.) noch einen Punkt. Vorausgegangen war dabei ein Handspiel des Bochumers Mergim Mavraj im eigenen Strafraum, der dafür auch noch die Gelb-Rote Karte sah (65.).

„Wir haben 1:1 gespielt, das ist wie eine Niederlage“, meinte Abwehrspieler Lukas Sinkiewicz. Stürmer Stefan Kiesling resümierte schonungslos: „Wir sind weit davon entfernt, ganz oben mitzumischen. Wir müssen zusehen, dass wir uns zusammenreißen, um in den Uefa-Cup zu kommen.“ Bayer-Sportdirektor Rudi Völler wollte trotz aller enttäuschung den Kopf nicht in den Sand stecken: „Es tut ein bisschen weh, wir werden trotzdem versuchen, in den Uefa-Cup reinzukommen“, sagte er und bemängelte die Chancenverwertung: „Wir waren nicht kaltblütig genug.“

Zufrieden war Bochums Christoph Dabrowski: „Wir können mit dem Punkt leben, hätten aber auch mehr haben können. Nach dem 1:0 hatten wir hochkarätige Chancen, da wäre Bayer wohl nicht mehr zurückgekommen.“

Vor 26 000 Zuschauern in der Düsseldorfer Arena musste Bayer offensichtlich den Strapazen vom Mittwoch, als München im DFB-Pokal-Viertelfinale mit 4:2 ausgeschaltet worden war, Tribut zollen. Den Leverkusenern fehlte vor allem in der ersten Halbzeit die Spritzigkeit, um die gut gestaffelte Bochumer Hintermannschaft auszuspielen. Häufig agierten die Gastgeber dabei planlos mit langen Bällen. Der VfL machte dagegen gut die Räume eng und war bei schnell vorgetragenen Kontern stets gefährlich.

Seite 1:

Bayer ist zurück in der Bundesliga-Tristesse

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%