Fußball-Bundesliga
Bayern-Chefs verteidigen Klinsmann-Rauswurf

Nach dem Ende der Ära Klinsmann schöpft der FC Bayern München neue Hoffnung im Kampf um die deutsche Fußballmeisterschaft. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Manager Uli Hoeneß sind überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben - auch mit der Interimslösung. Klinsmann traf die Entscheidung offenbar wie aus heiterem Himmel.

HB MÜNCHEN. Jetzt gebe es noch einmal die Chance, "mit neuem Schwung das Unglaubliche zu schaffen", sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß auf einer Pressekonferenz am Montag in München: "Wir sind so alte Fantasten". Hoeneß und der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge verteidigten zugleich die Entscheidung, den bisherigen Coach Jürgen Klinsmann zu entlassen und Jupp Heynckes als Interims-Coach bis zum Saisonende zu engagieren.

"Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht", sagte Rummenigge. Der Vorstand der Bayern habe Klinsmann in schwierigen Phasen immer mit Geduld und Seriosität zur Seite gestanden. Aber nach der 0:1-Heimniederlage am Samstag gegen den FC Schalke 04 sei eine Situation entstanden, "wo wir glaubten, dass wir diese psychologische Barriere zur Seite räumen müssen, um unsere sportlichen Ziele noch zu erreichen".

Klinsmann wurde die Entlassung, die die Spieler laut Hoeneß "neutral" aufnahmen, am Montagmorgen um 9.30 Uhr im Vorstandsbüro mitgeteilt. Er habe überrascht und schockiert gewirkt, berichtete Hoeneß. Offenbar habe der 44-Jährige nach der Niederlage von Tabellenführer VfL Wolfsburg bei Energie Cottbus noch einmal mit einem Aufschub gerechnet. Aber davon habe der Vorstand seine Entscheidung nicht abhängig machen können: "Wir brauchen einfach eine Aufbruchstimmung."

Rummenigge und Hoeneß äußerten große Sorgen um den Verein, der in der Champions League und im DFB-Pokal bereits ausgeschieden ist und auch in der Bundesliga nur auf Rang drei steht: "Wir haben alle wichtigen Spiele verloren." Klinsmanns Konzept habe durchaus überzeugt, betonte Hoeneß: "Aber das beste Konzept hilft nichts, wenn die Ergebnisse nicht stimmen."

Was seit Weihnachten auf dem Platz zu sehen gewesen sei, sei nicht das, was der Verein sich vorgestellt habe. Gerade auch die zweite Halbzeit gegen Schalke habe nicht den Eindruck vermittelt, dass die Spieler die psychische Kraft hätten, ein solches Spiel noch umzubiegen. Hoeneß verwies darauf, dass die Bayern in der vergangenen Saison an 34 Spieltagen Tabellenführer waren. Diese Saison sei das noch kein einziges Mal der Fall gewesen: "Das ist speziell für unsere Fans zu wenig."

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