Fußball Bundesliga
Bayern feiern Pflichtsieg - Schweinsteiger bleibt

Der FC Bayern hat den Schwung aus der Champions League mitgenommen und den FC St. Pauli am 16. Spieltag 3:0 (1:0) besiegt. Die Hamburger waren über weite Strecken chancenlos. Eine Notbremse von Kessler besiegelte schließlich die Niderlage der Hanseaten.

Die Fans von Bayern München hatten am Samstag gleich doppelten Grund zur Freude. Zum einen erfüllte der deutsche Rekordmeister im letzten Heimspiel des Jahres mit einem 3:0 (1:0) gegen den FC St. Pauli die Vorgabe von Trainer Louis van Gaal, der bis zur Winterpause nur noch Siege gefordert hatte. Nach dem Abpfiff gab Nationalspieler Bastian Schweinsteiger dann vor den jubelnden Anhängern bekannt, dass er seinen Vertrag vorzeitig um vier Jahre bis 2016 verlängert hat. Schweinsteiger, dessen Kontrakt 2012 ausgelaufen wäre und der von mehreren europäischen Topklubs umworben war, hält durch den fünften Heimerfolg in Serie mit seinem Klub wenigstens Kontakt zu den Champions-League-Plätzen zwei und drei. Den Titel hatten die Bayern bereits am vergangenen Wochenende abgeschrieben.

"Ich bin ein Trainer, der langfristige Ziele hat. Deshalb ist die Unterschrift von Bastian Schweinsteiger das Wichtigste. Es ist ein sehr gutes Signal, dass dieser Weltklassespieler bei Bayern bleibt. Das Spiel war sehr schwierig für uns, obwohl wir sehr gut gespielt haben. Ich bin sehr zufrieden, auch wenn wir viele Torchancen nicht gut verwertet haben", erklärte Bayern-Coach Louis van Gaal.

Bayern mit Saisonpremiere

Der Sieg gegen St. Pauli war für die Bayern eine Saisonpremiere. Bisher konnten sie nach einem Erfolg in der Champions League in der Bundesliga nicht nachlegen. St. Pauli bleibt nach der sechsten Niederlage aus den vergangenen acht Spielen im Tabellenkeller.

Die Gäste begannen äußerst aggressiv und ließen so die Münchner zunächst nicht zur Entfaltung kommen. Das Team von Trainer Holger Stanislawski hatte nach drei Minuten sogar die große Chance, in Führung zu gehen. Fin Bartels schoss aber freistehend über das Tor.

"Bis zum Elfmeter haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir hatten einige Torchancen, wir haben Bayern früh attackiert, das haben wir sehr gut gemacht. Nicht zufrieden war ich mit der Torausbeute. Da hakt es im Moment, wir machen die einfachsten Bälle nicht rein", bemängelte Holger Stanislawski.

Bayern übernehmen schnell die Initiative

Nach gut zehn Minuten übernahmen aber die Bayern wie gewohnt die Initiative und drängten St. Pauli immer stärker zurück. Altintop belohnte dann auch schnell die Bemühungen der Gastgeber. Der Türke erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball, lief ungehindert nach vorne und traf aus gut 22 Metern mit einem satten Rechtsschuss in den Winkel.

Das Tor gab den Münchnern noch mehr Sicherheit, St. Pauli wurde vor der Pause nur noch sporadisch gefährlich - so etwa in der 37. Minute, als Marius Ebbers verzog. Zuvor hatte Bastian Schweinsteiger bei einem Kopfball das 2:0 (23.) verpasst. In der 44. Minute rettete Kessler gegen Toni Kroos.

Nach dem Wechsel hatten die Bayern dann aber erst einmal großes Glück, nicht den Ausgleich hinnehmen zu müssen. Ebbers brachte das Kunststück fertig, zwei Meter vor dem Tor freistehend den auf der Linie postierten Diego Contento anzuschießen.

Müller mit zwei guten Chancen

Für die Bayern war es offensichtlich ein Warnschuss zur rechten Zeit. In der Folgezeit dominierten sie wieder weitgehend die Partie und hatten durch Thomas Müller zwei gute Chancen. Zunächst traf der WM-Torschützenkönig nur den Außenpfosten (52.), dann parierte Kessler (55.). Müller agierte diesmal als einzige Spitze, da Torjäger Mario Gomez wegen eines Infekts passen musste.

Trotz der Münchner Überlegenheit hatte auch St. Pauli, das sich nie aufgab, noch die ein oder andere Gelegenheit. Eine hatte erneut Ebbers, der nach einer guten Stunde knapp verzog. Zudem hätte Bartels in Unterzahl fast den Anschluss erzielt, Anatoli Timoschtsch rettete aber auf der Linie.

© SID

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