Fußball Bundesliga
Bayern-Führungsriege spricht sich aus

Eine Aussprache zwischen Präsident Franz Beckenbauer und den drei Vorständen des Vereins hat am Dienstagmorgen den Streit in der Führungsetage des Rekordmeisters FC Bayern München scheinbar beendet.

Im Vereinshaus des deutschen Rekordmeisters herrscht wieder Eintracht, zumindest was die Führungsriege angeht. Nach einem Treffen am Dienstag scheint der Streit zwischen Präsident Franz Beckenbauer sowie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Manager Uli Hoeneß beigelegt. "In einem guten und konstruktiven Gespräch haben sich der Aufsichtsratsvorsitzende Franz Beckenbauer und die drei Vorstände der FC Bayern München AG ausgesprochen und die Irritationen beseitigt", teilte der Verein offiziell mit.

Am Montag hatten sich bei einer kurzfristig einberufenen Krisensitzung der Präsidialausschuss des Aufsichtsrates mit Beckenbauer, adidas-Chef Herbert Hainer und Herbert Henzler mit den Vorständen Rummenigge, Hoeneß und Karl Hopfner zu einer Aussprache getroffen. Inhalt seien die Irritationen und verschiedenen Verlautbarungen in der Presse in den vergangenen Wochen gewesen, hieß es anschließend.

Versöhnliche Töne im Vorfeld

Beckenbauer hatte zuvor bereits versöhnliche Töne angeschlagen. "Dass Fehler gemacht worden sind, ist offensichtlich. Aber das betrifft uns ja alle. Wir sitzen da alle in einem Boot. Klar, wir sollten mal miteinander reden", sagte Beckenbauer in einem Interview mit der Münchner AZ (Dienstag-Ausgabe).

Man müsse sich in der momentanen Situation Kritik gefallen lassen, "das ist eben so, da darf man aber nicht so empfindlich sein. Und ich finde, dass man da die Dinge ganz klar ansprechen muss. Das habe ich gemacht. Die beiden (Rummenigge und Hoeneß, d.R., haben sich ja auch enttäuscht geäußert", meinte der Kaiser weiter und fügte an: "Ich denke, dass das Verhältnis gut ist. Aber es ist doch klar, dass ich über solche Äußerungen überrascht war."

Mit Manager Uli Hoeneß habe er öfter Kontakt, "den habe ich erst letzte Woche getroffen", mit Vorstandschef Rummenigge dagegen "weniger. Aber die haben natürlich jetzt zu tun. Alle haben eingesehen, dass es mit dieser Mannschaft nicht mehr weitergeht".

Beckenbauer will nicht ins Tagesgeschäft eingreifen

Ins Tagesgeschäft will sich der Präsident und Vorsitzende des Aufsichtsrats auch weiterhin nicht einmischen. "Die Aufteilung ist ganz klar. Der Vorstand ist für das operative Geschäft zuständig. Und hin und wieder, wenn es um größere Transfers geht, dann brauchen´s den Aufsichtsrat", erklärte Beckenbauer.

In den letzten Wochen waren die Risse in der Führungsetage des FC Bayern immer größer geworden. Beckenbauer hatte in den vergangenen Wochen wiederholt öffentliche Kritik an der Arbeit des Vorstandes geübt. Rummenigge und Hoeneß hatten sich dagegen am Wochenende zur Wehr gesetzt.

© SID

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