Fußball Bundesliga
Bayern-Gala mit Schmuse-Ribery

Mit einem 5:1 bei Borussia Dortmund hat Bayern München seine Meisterschaftsansprüche eindrucksvoll untermauert. Allerdings nur vom Ergebnis her. Vor allem in der ersten Halbzeit zeigte der Rekordmeister erheblichen Schwächen. Doch das tritt in den Hintergrund angesichts der Szene des Spieltages: Ribery und van Gaal schließen Frieden.

DORTMUND. Selten hat ein Bundesliga-Spiel mit so wenig Torszenen so viele Tore hervorgebracht: 5:1 gewann der FC Bayern München bei Borussia Dortmund. Was sich wie eine Gala anhört, war weitestgehend ein langweiliger Kick auf mittlerem Niveau. Außer den sechs Toren bot die Partie praktisch keine Highlights.

Bayern war die vier Tore keineswegs besser. Nichts spiegelt das besser als die Torschützen der ersten drei Treffer: Mario Gomez, der Torschütze zum 1:1 (36.), spielte unterirdisch. Ihm gelang nichts, sein Laufradius war gering und die Technik fehlerhaft. Oder Bastian Schweinsteiger, der in der 49. Minute die 2:1-Führung besorgte: „Schweini“ spielte in der ersten Halbzeit fahrig und fiel lediglich durch Hektik auf. Allerdings steigerte er sich in der zweiten Halbzeit spürbar. Und ganz besonders gilt es, bei Frank Ribery vorsichtig zu sein. Sein Freistoßtor zum 3:1 (65.) war zweifellos weltklasse. Aber so ziemlich jede weitere Aktion misslang ihm. In dieser Form war es absolut richtig, ihn zunächst draußen zu lassen.

Überhaupt profitierten die Münchener von der mangelnden Effektivität der Borussen, sonst hätten sie dieses Spiel niemals gewonnen. Der BvB war in den ersten 15 Minuten besser. Trainer Jürgen Klopps Taktik mit einem 5er-Mittelfeld, dass nur auf dem Papier einem 4-3-3 glich, hatte die Bayern-Profis überrascht. Bayern-Trainer van Gaal gab nachher zu, seine Spieler zwar direkt vor dem Spiel eilig darauf eingestellt zu haben, doch die hätten „nicht gemacht, was ich gefordert habe“. Seine Mannschaft wirkte fahrig und produzierte viele Abspielfehler im Aufbauspiel. Der BvB konnte dies abgesehen von der 1:0-Führung durch den ehemaligen Münchner Mats Hummels (10.) nur wenig nutzen wie die schwachen Leitungen der meisten Bayern-Profis.

Das galt zunächst auch für Torhüter Jörg Butt, der eher ein „Zitteraal“ als ein „Heil-Butt“ war. So eröffnete er dem BvB durch einen unnötigen Ausflug deren einzige Torchance im gesamten Spiel (5.). Dazu kam Außenverteidiger Braafheid, der an diesem Tag gerade einmal Zweitliganiveau hatte. Eines seiner vielen überflüssigen Fouls führte auch zu dem 1:0, das Nuri Sahin per Freistoß eingeleitet hatte. Auch Bayerns Mittelfeld-Neuzugang Tymoshchuk machte alles andere als Werbung in eigener Sache,

Erst nach rund 20 Minuten hatten sich die Bayern an die Spielweise ihres Gegners gewöhnt und bekamen Kontrolle ins Spiel, freilich ohne die Stürmer richtig einsetzen zu können. Erst in der 34. Minute war Arjen Robben, mit Abstand bester Bayern-Spieler, Vorlagengeber für Mario Gomez, doch der Mittelstürmer bekam keinen Druck hinter den Ball. Anders lief es zwei Minuten später, als Gomez die Kopfball-Vorlage von Daniel van Buyten nutzen konnte.

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