Fußball Bundesliga
Bayern gegen BVB zum Siegen verdammt

Bayern München ist zum Abschluss des siebten Bundesliga-Spieltages bei Borussia Dortmund zum Siegen verdammt. Der VfB Stuttgart will gegen Frankfurt den Negativlauf stoppen.

Louis van Gaal lächelte nur kurz, als er auf das 5:1 seines FC Bayern München in der vergangenen Saison bei Borussia Dortmund angesprochen wurde - und entgegnete dann nüchtern: "Das ist einmalig gewesen, wir können das nicht so einfach wiederholen. Ein 1:0 wäre auch okay, darüber würde ich mich auch sehr freuen", sagte der Niederländer vor dem Auftritt des deutschen Meisters beim Tabellenzweiten.

Der FC Bayern ist am siebten Bundesliga-Spieltag zum Siegen verdammt. Einen weiteren Ausrutscher kann sich der Rekordmeister heute (17.30 Uhr/Sky und Liga total!) gegen das Überraschungsteam von Jürgen Klopp nicht leisten. Eine weitere Niederlage würde den Abstand zu Dortmund schon auf elf Punkte vergrößern und die Krise der Bayern noch ausweiten.



Hoeneß in Sorge

Der Druck ist vor dem "Endspiel" entsprechend groß. "Wir müssen gewinnen, um die Bundesliga aus unserer Sicht wieder spannend zu machen", sagte Bayern-Präsident Uli Hoeneß und zog die Zügel an: "Ich habe die Sorge, dass bei Bayern im Moment zu viel Harmonie herrscht. Hier liegen sich alle in den Armen, aber sie gewinnen ihre Spiele nicht."

Die Spieler sind alarmiert. "Wenn wir das verlieren, ist die Hölle los. Wir müssen bis an die Grenzen gehen", sagte Ivica Olic und unterstrich die Bedeutung der Partie vor 80 720 Zuschauern in der ausverkauften Dortmunder Arena. Es gebe "keine Alternative" zu einem Sieg, betonte Kapitän Mark van Bommel: "Wir haben keine Ausreden."

Auch Bayern-Ehrenpräsident Franz Beckenbauer sprach von einem "sehr wichtigen Spieltag" und warnte den Rekordmeister, den Abstand zur Spitze zu groß werden zu lassen. "Klar ist: Sollten die Bayern nach der Vorrunde so weit hinten liegen, wäre das nicht mehr aufholbar", sagte Beckenbauer der Bild-Zeitung.

Nur van Gaal, der erst am Dienstag seinen Vertrag bis 2012 verlängert hatte, wollte von besonderer Brisanz nichts wissen. "Der Druck ist da, aber es ist nicht viel anders, als wenn wir drei Punkte vor Dortmund wären. Bayern muss immer gewinnen", sagte er und fügte ebenso gelassen an: "Die Erfahrung lehrt, dass Bayern meistens gewinnt und nicht verliert. Die Bundesliga dauert noch sehr lange, es kommen auch Zeiten, wo wir den Schwung haben."



Klopp warnt seine Mannschaft

Im Moment hat Dortmund in der Liga den Schwung, dennoch warnt BVB-Coach Klopp nach fünf Siegen in Folge vor den angeschlagenen Bayern. "Sie werden sicherlich mit einer gehörigen Portion Wut kommen. Das ist und bleibt zudem eine Mannschaft voller internationaler Top-Stars." Allerdings fehlen den Münchnern auch in Dortmund weiterhin die verletzten Stars Franck Ribery und Arjen Robben.

Während die Münchner am Dienstag in Basel (2:1) wenigstens in der Champions League ein Erfolgserlebnis feiern durften, gab es für die Borussia am Donnerstag in der Europa League gegen Sevilla (0:1) einen kleinen Rückschlag. Doch Klopp ist überzeugt davon, "dass die Jungs damit umgehen können. Wichtig ist, dass unsere Zuschauer uns klar machen: hier muss wieder die Post abgehen."



Stuttgart mit dem Rücken zur Wand

Doch nicht nur die Bayern stehen unter Druck. Auch Schlusslicht VfB Stuttgart will heute (15.30 Uhr/Sky und Liga total!) gegen Eintracht Frankfurt seinen Negativlauf in der Liga mit aller Macht stoppen. Der Erfolg im Europacup bei Odense (2:1) soll dabei Rückenwind geben, aber Christian Gentner ist angesichts von fünf Bundesliga-Pleiten in sechs Spielen noch vorsichtig: "Wir müssen jetzt erst einmal beweisen, dass unsere Formkurve wirklich nach oben zeigt."

Ähnlich prekär wie in Stuttgart ist derzeit die Lage bei Werder Bremen. Nach dem 0:4-Debakel in der Champions League bei Inter Mailand steht heute (17.30 Uhr/Sky und Liga total!) bei Bayer Leverkusen gleich die nächste Herausforderung an. Trainer Thomas Schaaf hat angesichts einiger Ausfälle aber wenig Handlungsspielraum, weshalb er an seine Spieler appelliert: "Wir müssen uns nun gewaltig strecken und müssen bald ein anderes Gesicht zeigen. Und vor allem müssen wir Resultate erzielen."

© SID

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